Österreich bringt EU-Besorgnis über Gasstreit zum Ausdruck

Russischer und ukrainischer Vertreter im österreichischen Außenministerium

Wien (OTS) - Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten teilt mit, dass der Botschafter der Russischen Föderation in Österreich und der ukrainische Geschäftsträger in Wien heute von Generalsekretär Bot. Dr. Johannes Kyrle in das Außenministerium gebeten wurden. Der Generalsekretär betonte gegenüber beiden die Besorgnis der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten angesichts der kurzfristigen russischen Entscheidung, die Gaslieferungen an die Ukraine mit 1. Jänner 2006 einzustellen.

Diese Entscheidung hat nicht nur ernste Auswirkungen auf die Energiesituation in der Region selbst, sondern es ist - entgegen den ursprünglichen Zusicherungen sowohl von Russland als auch der Ukraine - auch bereits zu merkbaren Verringerungen bei den Gaslieferungen an einige EU-Mitgliedstaaten gekommen. In diesem Zusammenhang verwies Generalsekretär Kyrle auf das gemeinsame Schreiben der Energieminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Österreichs an ihre russischen und ukrainischen Kollegen vom 31. Dezember des Vorjahres, in welchem die vier Minister davon ausgehen, dass die Gaslieferungen in die EU-Staaten in vollem Umfang aufrecht bleiben.

Generalsekretär Kyrle forderte beide Seiten auf, von weiteren einseitigen Schritten Abstand zu nehmen und unterstrich, dass die Europäische Union eine Verhandlungslösung erwarte, die die Energieversorgung sowohl in der Region als auch in Europa in ihrer Gesamtheit nachhaltig sicherstellt.

Rückfragen & Kontakt:

Außenministerium
Presseabteilung
Aus Österreich: 050 1150-3262, 4549, 4550
Aus dem Ausland: ++43 50 1150-3262, 4549, 4550
Fax: 050 1159 213 bzw ++43 50 1159 213
abti3@bmaa.gv.at
http://www.aussenministerium.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0001