Jahresbilanz 2005 der ÖAMTC-Flugrettung

16.342 Einsätze, eintausend Menschen gerettet

Wien (OTS) - Durchschnittlich etwa alle 20 Minuten wurde 2005 ein Verletzter oder Erkrankter von einem Notarzt eines Christophorus-Notarzthubschraubers versorgt. Ingesamt starteten die Hubschrauber zu 16.342 Einsätzen. Über 500 speziell ausgebildete Notärzte, Sanitäter des Roten Kreuz und der Wiener Rettung, Flugretter der österreichischen Bergrettung und 47 Flugkapitäne sorgten für eine flächendeckende notärztliche Versorgung aus der Luft. Flugrettungschef Kurt Nordberg: "Viele hundert Mitmenschen erleben dank dieser schnellen Hilfe das Jahr 2006 oder haben sich bleibende gesundheitliche Schäden erspart." Seit dem Beginn der Flugrettung in Österreich vor 22 Jahren flogen die gelben Christophorus-Notarzthubschrauber bereits 135.000 Rettungsflüge.

In 13 Minuten zum Notfallort

Auch im Vorjahr konnten von der ÖAMTC-Flugrettung die international anerkannten Topwerte bei der präklinischen Behandlung eingehalten werden. Durchschnittlich 13 Minuten nach der Alarmierung landete ein Christophorus-Notarzthubschrauber am Notfallort. Inklusive der umfassenden Erstversorgung wurden die Patienten bereits nach rund 45 Minuten stabilisiert im geeigneten Krankenhaus übergeben. Damit liegt die ÖAMTC-Flugrettung deutlich innerhalb der sogenannten "Golden First Hour" der Notfallmedizin. Die rasche Versorgung war für viele Patienten lebensrettend, und eine noch viel größere Zahl wurde vor bleibenden gesundheitlichen Schäden oder langwieriger Rehabilitation bewahrt.
Insgesamt wurden Patienten aus über 50 Nationen notärztlich versorgt in Krankenhäuser gebracht, etwa drei Viertel kamen aus Österreich, jeder neunte Patient war deutscher Staatsbürger.

Spitzenreiter: Internistische Notfälle

Von den 80 % Primäreinsätzen, bei denen die Notfallcrew direkt zum Notfallort gerufen wird, erfolgten fast 28% nach internistischen Notfällen. 17% der Einsätze galten Freizeitunfällen, 65% davon im alpinen Bereich. Jeder neunte Flug führte die Crew zu einem Verkehrsunfall.
Fast ein Drittel der Einsätze flog die ÖAMTC-Flugrettung in Niederösterreich (5.200), gefolgt von Tirol (2778 Einsätze) und der Steiermark (1.933). Der Wiener Notarzthubschrauber Christophorus 9 flog mit 1.588 Rettungsflügen die meisten Einsätze. Auf den Plätzen liegen der Kremser Hubschrauber Christophorus 2 mit 1562 und die Wiener Neustädter Maschine Christophorus 3 mit 1265 Einsätzen.

Highlights 2005

Im Mai wird am Flughafen Innsbruck das größte Flugrettungszentrum Österreichs eröffnet. Im Flugrettungszentrum West sind neben den Einsatzstellen von Christophorus 1 und dem Hubschrauber der Flugpolizei auch die HeliAir, der Wartungsbetrieb der ÖAMTC-Flugrettung untergebracht.

Mitte Oktober wird in Ybbsitz im niederösterreichischen Mostviertel die neue Einsatzstelle für Christophorus 15 eröffnet.

Im Dezember 2005 einigen sich das Land Burgenland und die ÖAMTC-Flugrettung auf die Ganzjahres-Stationierung von Christophorus 16 in Oberwart.

(Schluss)
Manfred Pfnier

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