Neues Volksblatt: "Haltung" (von Michaela Ecklbauer)

Ausgabe vom 2. Jänner 2005

Linz (OTS) - Wo bleiben die guten Neujahrsvorsätze von SPÖ-Chef Gusenbauer? Während er nicht müde wird, zu betonen, dass er sich nach der Nationalratswahl nicht mit Platz zwei zufrieden geben will und gleich auf den Kanzler-Sessel pocht, lässt er jegliches staatsmännisches Verhalten vermissen.
Er denke doch gar nicht daran, der Einladung von Kanzler Schüssel nachzukommen, im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft konstruktiv mitzuarbeiten. Nach dem Motto "Schlechtmachen und Raunzen" bekommt die Regierung gleich zu Jahresbeginn wieder ihr Fett ab, die Kritik am EU-Budgetkompromiss wird einmal mehr erneuert und EU-Kommissionspräsident Barroso als "Sicherheitsrisiko" hingestellt. Mit dieser Linie wird Gusenbauer nicht weit kommen, erntete er doch aus den eigenen Reihen heftige Kritik. Bundespräsident Fischer widersprach ihm, indem er die Erhöhung des österreichischen Anteils am EU-Budget goutierte, und Ex-SPÖ-Politiker Androsch forderte den "Möchtegern-
Kanzler" sogar öffentlich auf, nicht Anti-EU-Gefühle zu schüren, sondern eine pro-europäische Haltung zubewahren. Nicht gerade ein Ruhmesblatt für Gusenbauers Politik.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001