Sozialpartner wollen für Bildungsoffensive konstruktive Beiträge leisten

ÖGB und WKÖ wollen bei EU-Präsidentschaft Österreichs aktiv mitarbeiten und fordern besser abgestimmte EU-Wirtschaftspolitik

Wien (WKÖ/ÖGB) - "Die Sozialpartner nehmen die Einladung des EU-Ratsvorsitzenden zur Mitwirkung an der EU-Präsidentschaft Österreichs gerne an." ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch und WKÖ-Präsident Christoph Leitl betonen, dass die Sozialpartner Maßnahmen für konstruktive und intelligente Strategien zur Modernisierung Europas vorschlagen werden. Die Steigerung von Wachstum und Beschäftigung stehen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer dabei als zentrales Ziel im Mittelpunkt. ++++

"Die Sozialpartner sehen in einer Bildungsoffensive eine wichtige Chance, die Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung der Beschäftigung in einer globalen Welt zu erhalten und auszubauen. Deshalb werden wir bis zum EU-Frühjahrsgipfel konkrete Vorschläge unterbreiten. Hier könnte Österreich viel einbringen", erklären Leitl und Verzetnitsch. Dabei gehe es um wirksame Strategien und eine nachhaltige Finanzierung für ein lebensbegleitendes Lernen ebenso wie für eine effizientere und zielgerichtetere Schulung und Berufsausbildung:
"Unsere Chance in einer globalen Welt ist die Qualität, und dazu brauchen wir Forschung und Entwicklung ebenso wie ein hochqualitatives Bildungssystem. Dazu wollen wir einen Beitrag leisten." Der sozialpartnerschaftliche Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen wird in den kommenden Wochen und Monaten entsprechende Modelle und Vorschläge erarbeiten.

Grundsätzlich treten die Sozialpartner Leitl und Verzetnitsch für eine besser abgestimmte Wirtschaftspolitik auf europäischer Ebene ein. Dabei müssen nicht nur die Nationalstaaten an einem Strang ziehen. Auch die europäische Zentralbank muss in Zukunft neben dem Stabilitätsfaktor auch mehr Mitverantwortung für Wachstum und Beschäftigung wahrnehmen. (rh/kr)

ÖGB, 1. Jänner
2006 Nr. 1

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