AK befürchtet mit Postkastltausch Werbeflut

Hotlines und Beschwerdestellen für KonsumentInnen einrichten, wenn es Probleme bei der Zustellung gibt

Wien (OTS) - Lästige Werbeflut, überfüllte Postkästen bei Urlaub -wichtige Post kann mitunter untergehen oder nicht sorgfältig zugestellt werden, hohe Kosten, Fremde kommen ständig in die versperrten Häuser: das befürchten viele Konsumenten im Zuge des Postkastltauschs. Bis 2006 müssen ja alle Postkästen einen Schlitz haben, damit auch private Anbieter zustellen können. Die AK fordert daher mehr Schutz vor Zustellern, die "Werbung-Nein-Danke-Aufkleber" ignorieren. Außerdem müssen Hotlines und Beschwerdestellen für KonsumentInnen eingerichtet werden, wenn rund um die Zustellung Probleme auftauchen. Dafür müssen Postdienstleister und Postregulator verbindlich sorgen.

Die AK will verbindlich geregelt haben, dass sich alle Post- und Werbemittelzusteller an jeden Werbeverbothinweis auf den Briefkästen halten müssen. Tun sie das nicht, sollte eine Verwaltungsstrafe verhängt werden. Das Werbeverbot-Pickerl an der Wohnungstüre kann weiterhin verwendet werden. Und künftig soll es auch ein neues Pickerl für Briefkästen mit der Aufschrift "Bitte keine unadressierte Werbung" geben, an das sich alle Zusteller halten müssen.

Doch nicht nur unadressierte Werbung ist ein Problem. Die AK Konsumentenschützer befürchten darüber hinaus, dass KonsumentInnen, die sich in die Robinsonliste eintragen haben lassen, die vor adressierter Werbung schützen soll, trotzdem mit Werbung überschwemmt werden. Die Werbewirtschaft versucht mit "neuen" Werbesendungen die Robinsonliste auszuhebeln - Werbematerial ohne persönlichen Namen, aber z.B. "an einen cleveren Haushalt", und mit genauer Adresse bewegen sich an der Grenze zwischen adressierten und unadressierten Sendungen. Von den Postdienstleistern werden solche Werbesendungen "haushaltsgenau" zugestellt. Weil das aber keine adressierten Sendungen mehr sind, die an eine bestimmte Person im Haushalt gerichtet sind, besteht die Gefahr, dass die Bestimmungen bezüglich Robinsonliste und die gesetzlichen Regelungen zum bestehenden reservierten Dienst der Post umgangen werden. "Konsumentinnen und Konsumenten, die sich in die Robinsonliste eingetragen haben, sollten darauf vertrauen können, dass solche adressierten Werbezusendungen unterbleiben", sagen die AK Verbraucherschützer.

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