Schülerunion: Neun Jahre Pflichtschule sinnvoll gestalten!

Volkschule ein Jahr ausbauen, um Frühförderung auf breiter Ebene zu gewährleisten

Wien (OTS) - Die Schülerunion bringt im Zuge des Reformdialogs die Forderung nach fünf Jahren Volkschule ein. Im zusätzlichen Jahr Volkschule sollen sprachliche und motorische Schwächen der Kinder ausgeglichen werden, um gleiche Bedingungen für alle Schulanfänger zu schaffen. Gleichzeitig löst sich dadurch das Problem des neunten Pflichtschuljahres für Lehrlinge.

"Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler ist wohl einer der zentralsten Punkte, der im Reformdialog behandelt und danach umgesetzt werden muss. Zuerst müssen die Schwächen der Kinder im Volkschulalter ausgeglichen werden, später gehört durch zusätzliche Betreuung am Nachmittag gefördert und ein differenziertes Schulsystem muss auf die Neigungen der Schülerinnen und Schüler abgestimmt sein und genügend Freiraum bieten", erklärt Jürgen Stöttinger, Obmann der Schülerunion. Er sieht im ersten von fünf Volkschuljahren die optimale Chance, die Kinder auf das Schulleben vorzubereiten und etwaige Missstände auszugleichen. Schüler mit zum Beispiel sprachlichen Defiziten können diese aufholen, Kinder mit motorischen Lücken können die schließen und jene Schülerinnen und Schüler, die bereits alle Voraussetzungen für einen optimalen Start ins Schulleben erfüllen, können sich spielerisch mit ihren Interessen auseinandersetzen und einen positiven Zugang zu Lernen und Leistung finden.

"Die freiwillige Nachmittagsbetreuung ist der Schlüssel zur zusätzlichen individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler während der gesamten Schulzeit", meint Stöttinger. Die Stoffgebiete, die Schüler in der normalen Unterrichtszeit nicht verstanden hat, können sie gemeinsam mit dem qualifizierten Betreuungspersonal in der Nachmittagsbetreuung nochmals wiederholen und im persönlichen Tempo erlernen. Die Ganztagsschule wäre hierfür keine Lösung, da bei dieser auch am Nachmittag neuer Lehrstoff vermittelt würde, anstatt den alten zu festigen und vertiefen.

Rückfragen & Kontakt:

Jürgen Stöttinger | Bundesobmann | 0699 140 120 60 | juergen@schuelerunion.at
Astrid Maier | Pressesprecherin | 0699 140 120 44 | astrid.maier@schuelerunion.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0002