Kopietz zu Prochaska: Unglaubliche Entgleisung eines unbelehrbaren Reaktionärs!

Prochaskas Aussagen sind ein Schlag ins Gesicht jedes aufrechten Demokraten!

Wien (SPW) - Als "unglaubliche Entgleisung und Schlag ins Gesicht jedes aufrechten Demokraten" bezeichnete der Landesparteisekretär der SPÖ Wien, LAbg. Harry Kopietz am Samstag die Aussagen des Wiener ÖVP-Landtagsabgerodneten Johannes Prochaska. "Am 12. Februar 1934 haben Menschen ihren Einsatz für die Demokratie mit dem Leben bezahlt. Daraus jetzt eine ‚Legendenbildung’ zu konstruieren ist an Pietätlosigkeit und Unverfrorenheit kaum mehr zu überbieten. Aber Herr Prochaska ist ja bereits als unbelehrbarer Reaktionär bekannt, er wird auch auf seine alten Tage sein Geschichtsbild und seine Ideologie nicht mehr ändern. Vom Wiener ÖVP-Obmann Hahn erwarte ich mir eine Entschuldigung, zumindest eine Distanzierung von diesen Äußerungen", so Kopietz gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. ****

Es sei "erschreckend", dass im 21. Jahrhunderts von einigen Unbelehrbaren noch immer auf Hasspolitik gesetzt werde, und es sei "bestürzend", dass gerade Menschen, die die schrecklichste Zeit des vorigen Jahrhunderts miterlebt haben, aus der Vergangenheit nichts gelernt haben, so Kopietz weiter. Die geschichtlichen Fakten seien Herrn Prochaska nochmals in Erinnerung gerufen: Im März 1933 schaltete der christlich-soziale Bundeskanzler Engelbert Dollfuß in einem illegalen Akt das Parlament aus. Am 12. Februar 1934 wurden in einem blutigen Bürgerkrieg die letzten Reste der Demokratie in Österreich zerschlagen. Die österreichischische ArbeiterInnenbewegung hat als einzige europäische ArbeiterInnenbewegung neben der spanischen den siegreichen Vormarsch des Faschismus aufzuhalten versucht. Der 12. Februar sei daher einer der wesentlichen Gedenktage aller Österreichischen DemokratInnen - als mahnendes Beispiel dafür, wo die Auflösung demokratischer Strukturen ende.

Die SPÖ sei übrigens die einzige Partei, die offen und kompromisslos ihre eigene Vergangenheit aufarbeite, gab Kopietz zu bedenken und verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass im ÖVP-Klub im Parlament nach wie vor ein Bild des Austrofaschisten Engelbert Dollfuß hänge. "Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten steht fest: Es darf nie wieder dazu kommen, dass die Demokratie gefährdet wird. Daher werden wir uns selbstverständlich weiterhin für die Rechte der ArbeitnehmerInnen einsetzen. Dazu gehört es auch, aufzuzeigen, wie die konservative Regierung diese Rechte immer mehr beschneidet und die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert!", so Kopietz abschließend. (Schluss) gd

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ-Wien
Tel.: +43 664 830 45 45
wien.presse@spoe.at
http://www.wien.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DSW0001