Lunacek: Anfragenserie zu Konsequenzen aus Krisenmanagement Tsunami - Bisher Parlamentar. Debatte auf Sparflamme zu Flutkatastrophe

Fragen u.a. zu Folgen Flutkatastrophe, Koordinator Strasser, Katastrophenfonds

OTS (Wien) "Sechs Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe darf das Eingeständnis von Fehlern und die Ankündigung eines Datenzentrums im Außenamt nicht alles gewesen sein", erklärt Ulrike Luancek, außenpolitische Sprecherin der Grünen und fordert einen umfassenden Katastrophen-Krisenplan.

"Bisher war man nicht dafür gerüstet, dass eine große Anzahl von im Ausland ansässigen oder aufhältigen ÖsterreicherInnen bei einer Naturkatastrophe oder einem Terroranschlag zu Schaden kommen
kann. Die Lehre aus den Schwierigkeiten muss nachhaltig zu einer verbesserter Koordination führen und zwar innerhalb der gesamten Bundesregierung", verweist Lunacek auf diese Notwendigkeit, im Gegensatz zu Außenministerin Plassnik, die nur - wie gestern Abend im ORF berichtet - im Außenministerium ein Datenzentrum einrichten möchte.

In mehreren Anfragen an die Außenministerin sowie an BK Schüssel begehrt Lunacek Auskunft über eine Aufstellung der - auch von Betroffenen - aufgezeigten Verzögerungen und Probleme als darüber, ob die Schaffung eines ‚Krisenreaktionszentrums’ wie in Deutschland in Planung sei. Vom Bundeskanzler will Lunacek Informationen über das genaue Aufgabenprofil von ‚Wiederaufbau-Koordinator’ Ex-Innenminister Strasser. Weiters sei nach wie vor ungeklärt, aus welchen Mitteln der mit 100 Mio. Euro dotierte Internationale Katastrophenfonds bedeckt und wo er angesiedelt sei.

"Im außenpolitischen Ausschuss letzte Woche war leider zu wenig Zeit, um Details in Erfahrung zu bringen", kritisiert Lunacek die bis dato "parlamentarische Debatte auf Sparflamme" zur Aufarbeitung der Flutkatastrophe.

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