Broukal: Fünf Jahre Gehrer - fünf schlechte Jahre für Unis und Schule

Wien (SK) "Bildungsministerin Gehrer hat absolut keinen
Grund zum Feiern", findet SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal; denn "unter Gehrers Verantwortung wird Bildung mehr als stiefmütterlich behandelt". Die Bilanz Gehrers fasst Broukal so zusammen: "Die Unis klagen über Geldnot, und an den Schulen herrscht der Pisa-Schock." ****

"Versäumnis eins" ist nach Ansicht von Broukal der Geldmangel. "Die Universitäten verlangen seit zwei Jahren vergeblich Mittel für ein Notprogramm im Umfang von 100 Millionen Euro, damit die dringendsten Erneuerungen möglich sind. Dies haben Gehrer und die ÖVP im Nationalrat immer wieder abgelehnt."

"Schule ohne Zukunft ist Versäumnis zwei", so Broukal weiter. "In den letzten fünf Jahren gibt es zwölf Prozent weniger Lehrer und zehn Prozent weniger Unterrichtsstunden. Kein Wunder, dass Österreich bei der Pisa-Studie abstürzte."

Drittens befindet sich Österreich auf dem Weg zu einer "Zwei-Klassen-Schule", setzte Broukal seine Kritik fort. Denn die Weigerung der Bildungsministerin, Geld für Ganztagsschulen bereitzustellen, führe dazu, dass es nur in reichen Gemeinden ein entsprechendes Angebot geben werde. "Gehrer wiederholt damit das üble Spiel wie bei den Unis: Autonomie geben, aber nicht das Geld, das notwendig wäre, um die Autonomie auch leben zu können." (Schluss) wf

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