Rauch-Kallat: Null Toleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung

Rauch-Kallat kündigt Konferenz zu FGM während Europäischer EU-Präsidentschaft an

Wien, 6. Februar 2005 (ÖVP-PD) "Weibliche Genitalverstümmelung ist eine der grausamsten Formen der Gewaltausübung gegenüber Frauen. Sie ist durch nichts zu rechtfertigen und muss mit allen Mitteln bekämpft werden", sagte heute, Sonntag, Frauenministerin und Bundesleiterin der ÖVP-Frauen Maria Rauch-Kallat anlässlich des Internationalen Tages "Null Toleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung" (FGM). Deshalb wolle die Frauenministerin das Thema im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2006 ausführlich behandeln. Rauch-Kallat kündigte eine Konferenz an, bei der gemeinsame Maßnahmen der Europäischen Union gegen traditionsbedingte Gewalt an Frauen, wie FGM, erarbeitet werden. Dabei soll auch die Zusammenarbeit mit maßgeblichen Organisationen und Frauen aus den betroffenen Ländern verstärkt werden. ****

In Österreich sei FGM verboten. Trotz Straftatbestand sei es jedoch oft nicht auszuschließen, dass auch in Österreich FGM praktiziert werde. Das Frauenministerium fördere deshalb verschiedene Organisationen wie zum Beispiel die "Afrikanische Frauenorganisation", die umfangreiche Aufklärungsarbeiten auch in Österreich leisten. Aufklärungsarbeit müsse bei Frauen und vor allem auch bei Männern das klare Bewusstsein schaffen, dass weibliche Genitalverstümmelung eine Verletzung der Menschenrechte darstellt. "Wir müssen auf der ganzen Welt der weiblichen Genitalverstümmelung entgegengetreten. FGM darf niemals toleriert werden", so Rauch-Kallat abschließend.

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