Kuntzl: Bei Schulreform nicht auf die Kindergärten vergessen

Vorschulische Förderung, Reduzierung der Gruppengrößen und KindergärtnerInnen-Ausbildung an einer Hochschule

Wien (SK) Angesichts der laufenden Debatte um eine
Bildungsreform und des bevorstehenden Bildungsgipfels wies SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl auf die immense Bedeutung der Kinderbetreuungseinrichtungen im Bildungssystem hin. "Bereits im Kindergarten wird der Grundstein für die spätere schulische Laufbahn gelegt. Dennoch ist es leider so, dass den Kinderbetreuungseinrichtungen nicht der Stellenwert beigemessen wird, den sie für das Leben der jungen Menschen haben", so Kuntzl, die die Einbeziehung des Kindergartenbereichs in die Schulreform verlangt. ****

Konkret fordert die SPÖ-Familiensprecherin Sonntag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ eine engere Kooperation von Kinderbetreuungseinrichtungen und Volksschulen, um schon im Vorfeld des Schulbesuchs etwa Sprachdefizite zu erkennen und gezielte Sprachförderung anzubieten. "Dies betrifft sehr viele Kinder, nicht nur MigrantInnen-Kinder", so Kuntzl. Die enge Zusammenarbeit von Kindergarten und Volksschule helfe außerdem, zu einem reibungsloseren Übertritt in die Schule beizutragen, wobei auch die Eltern schon vorab wertvolle Informationen über den künftigen Schulalltag ihrer Kinder erhalten würden.

Die Regierung habe außerdem dafür zu sorgen, dass die Qualität an Österreichs Kindergärten stimmt. Unablässig sei dafür eine Reduzierung der Gruppengrößen auf maximal 20 Kinder sowie die Anhebung des Ausbildungsniveaus der KindergartenpädagogInnen. "Genau aus diesem Grund ist die SPÖ-Forderung nach einer gemeinsamen Ausbildung an einer Hochschule für pädagogische Berufe so wichtig. Gerade KindergartenpädagogInnen haben eine verantwortungsvolle Aufgabe, sie sollen daher auch eine entsprechende Ausbildung bekommen", so die SPÖ-Familiensprecherin.

Schließlich müssten ausreichend qualitätsvolle Kinderbetreuungsplätze und die notwendigen finanziellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, damit ein gelungener Start ins Leben für alle Kinder möglich ist. "Der Kindergarten ist eine wichtige erste Bildungsinstanz, die ernst genommen werden muss, wollen wir unseren Kindern spätere Schwierigkeiten in der Schule ersparen", so Kuntzl abschließend. (Schluss) cs

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0001