ÖAMTC: Nur nüchterne Faschingsnarren sind fahrtüchtig

Auch Restalkohol führt zu erheblichen Beeinträchtigungen

Wien (ÖAMTC-Presse) - In der Faschingszeit herrscht bei Festen oft Narrenfreiheit. Die gilt aber nicht auf den Straßen. Dort endet die ausgelassene alkoholschwangere Stimmung häufig in Tragödien. Auch der "Tag danach" ist im Straßenverkehr mit Vorsicht zu genießen. "Nur wenige Stunden Schlaf sind zuwenig, um wieder fahrtüchtig zu werden", warnt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa vor dem Risiko Restalkohol. Schon durch geringe Mengen Alkohol verändern sich Selbsteinschätzung und Risikobereitschaft, die Reaktionszeit verlängert sich und das Unfallrisiko steigt.

Nach einer ausgiebigen Zechtour hilft kein Trick. Weder Kaffee, Zigaretten noch kaltes Duschen beschleunigen die "Ernüchterung". "Auch der beherzte Verzehr vieler Faschingskrapfen während des Feierns schützt nicht", kennt Donosa die häufige Fehleinschätzung. Mit vollem Magen gelangt der Alkohol zwar langsamer in den Blutkreislauf, letztendlich steigt der Promillepegel aber trotzdem. Wenn der "Rauschzustand" erreicht ist, hilft nur mehr Zeit. Pro Stunde baut der menschliche Körper rund 0,1 bis 0,15 Promille Blutalkoholgehalt ab. Deshalb lässt man die Autoschlüssel nach einer langen Nacht besser unberührt.

Wer nicht auf sein Auto verzichten will, der muss beim Faschingsgschnas nüchtern bleiben. Auch für Mitfahrer gibt es wichtige Regeln. "Das Einsteigen bei alkoholisierten Lenkern verweigern und auch nicht wegschauen, wenn sich jemand betrunken hinters Steuer setzt", sagt die ÖAMTC-Expertin. Wer trotzdem alkoholisiert fährt, gefährdet nicht nur sich und andere, sondern setzt auch einiges aufs Spiel.

Rechtliche Folgen von Alkohol am Steuer

Jeder Autolenker muss sich bei Aufforderung dem Alkoholtest unterziehen. Wer einen Test verweigert, wird automatisch als alkoholisiert gewertet. Als Verweigerung gilt auch, wenn kein gültiges Messergebnis erzielt werden kann. Das passiert z.B., wenn der Lenker zuwenig Luft in den Alkomaten bläst. Ab 0,5 bis 0,79 Promille wird, sofern kein Unfall passiert ist, eine Verwaltungsstrafe von mindestens 218 Euro verhängt. Bei der ersten Übertretung darf man seinen Führerschein noch behalten. Im Wiederholungsfall innerhalb eines Jahres wird die Lenkberechtigung für drei Wochen entzogen. Ab 0,8 Promille wird der Führerschein für ein Monat entzogen, die Strafe beträgt mindestens 581 Euro. Wer alkoholisiert einen Unfall verursacht, hat bei Sachschäden mit erheblich höheren Geldstrafen und einer Verlängerung der Entziehungszeit zu rechnen. Bei Personenschäden wird ein Strafverfahren eingeleitet.

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ÖAMTC-Pressestelle/Claudia Kesche

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