SP-Haider: Aus- und Weiterbildungsoffensive statt neuer Lohnkürzungen!

46.307 Arbeitslose im Jänner - Deutlicher Anstieg in Oberösterreich auch im Jänner

Linz (OTS) - Die Zahlen zeigen, dass die Lage am heimischen Arbeitsmarkt bei weitem nicht so rosig ist, wie sie von der ÖVP dargestellt wird: Im Jänner 2005 gab es in Oberösterreich neuerlich deutlich mehr Arbeitslose als im Vormonat. 2327 Arbeitslose mehr, insgesamt 38.567 OberösterreicherInnen ohne Job, das ist ein besorgniserregender Anstieg von 6,4 Prozent. Ähnlich starke Anstiege der Arbeitslosigkeit gab es nur in Vorarlberg und Tirol. Das bedeutet, dass es mit den 7740 Frauen und Männern, die in Schulungsmaßnahmen sind, insgesamt 46.307 Arbeitslose in Oberösterreich gibt.

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Oberösterreich aber auch im Jahresdurchschnitt 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 363 auf 26.181 gestiegen. Dieser Anstieg geht ausschließlich zu Lasten der Frauen (+368). Dazu kamen 3424 Oberösterreicher und 3758 Oberösterreicherinnen in Schulungsmaßnahmen des AMS und sind in der offiziellen Arbeitslosenstatisitik nicht enthalten. Im Schnitt waren also 33.363 OberösterreicherInnen auf Arbeitssuche.

Wenn angesichts dieser Entwicklung die Industriellenvereinigung eine Erhöhung der Arbeitszeit und damit durch den Wegfall von Überstundenzuschlägen verbundene Lohnkürzungen fordert, ist das verantwortungslos! Dadurch wird erneut die Kaufkraft abgesenkt, was neuerlich die Arbeitslosigkeit erhöht", kritisiert SPÖ-Landesparteichef LH-Stv. Erich Haider. "Die Antwort auf diese alarmierenden Zahlen können nur wirksame Maßnahmen einer aktiven Arbeitsmarktpolitik sein, in erster Linie ist eine Aus- und Weiterbildungsoffensive unbedingt erforderlich".

"Negativ-Spitzenreiter" Grieskirchen: 11,1% mehr Arbeitslose!

Zurück gegangen ist die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich nur in Vöcklabruck, Ried, Steyr und Linz. In allen anderen Bezirken gab es zum Teil sehr hohe Zuwächse.
"Negativ-Spitzenreiter" bei den Bezirken war Grieskirchen, wo die Zahl der Arbeitslosen 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 Prozent explodiert ist.

In Kirchdorf gab es 10,7 Prozent mehr Arbeitslose und im Bezirk Freistadt 9,9 Prozent mehr. Den größten Druck am regionalen Arbeitsmarkt gab es im Bezirk Rohrbach. Dort kamen rund 13 Arbeitslose auf eine offene Stelle.

Besonders alarmierend war neben der tristen Situation der Frauen die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Die Zahl derer, die länger als sechs Monate ohne Beschäftigung sind, hat sich dramatisch um 15,7 % bei den Männern bzw. bei den Frauen um 34,6 Prozent erhöht! Das ist erheblich höher als im Bundesschnitt, wo die Zahl der Langzeitarbeitslosen bei Männern um 9,3 Prozent und bei Frauen um 12,6 Prozent gestiegen ist.

Die Zahl der offenen Lehrstellen ist um 22,9 Prozent zurück gegangen. Dazu kommt, dass 47,6 Prozent der Arbeitslosen in Oberösterreich im Jahresschnitt 2004 keinen bzw. nur einen Pflichtschulabschluss hatten.

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