SP-Haider: 8.995 Jugendliche ohne Job sind eine Herausforderung für die Politik

15% aller oö. Jugendlichen ohne abgeschlossene Ausbildung

Linz (OTS) - Eine aktuelle Berechnung der AK Oberösterreich (Quelle: AMS) für 2004 zeigt, dass es in unserem Bundesland im Jahresdurchschnitt 2004 insgesamt 5.488 arbeitslose Jugendliche im Alter von 15 bis 24 Jahren gab. Zudem befanden sich 2.763 junge Menschen in Schulungen und 744 suchten eine Lehrstelle, die sie sofort hätten antreten können. Insgesamt waren 2004 durchschnittlich also 8.995 junge Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher - das sind 8,7% des jugendlichen Arbeitskräftepotenzials - auf Jobsuche. "Jeder junge Mensch ohne Arbeit ist uns einer zuviel. Auch wenn es in Oberösterreich nach Tirol, Salzburg und Vorarlberg österreichweit im Jahresdurchschnitt die wenigsten arbeitslosen Jugendlichen (inkl. SchulungsteilnehmerInnen und Lehrstellensuchenden) gibt, darf die Politik nichts unversucht lassen, damit mehr junge Frauen und Männer qualifizierte Jobangebote erhalten", sieht SPÖ-Chef LH-Stv. Erich Haider dringenden Handlungsbedarf und absolut keinen Anlass, solche Bilanzen zu bejubeln, wie es die ÖVP in regelmäßigem Abstand macht. Vor allem wenn man weiß, dass 15% aller Jugendlichen in unserem Bundesland keine abgeschlossene Ausbildung haben und diese Gruppe besonders stark von Arbeitslosigkeit betroffen ist.

Die Österreich-Zahlen im Jahresdurchschnitt für 2004: 38.748 junge Menschen waren arbeitslos, 17.260 befanden sich in Schulung und 5.375 suchten akut eine Lehrstelle (11,4% des jugendlichen Arbeitskräftepotenzials).

"Da wir heute schon wissen, dass es ab 2008 einen Fachkräftemangel geben wird, der sich in den darauf folgenden Jahren noch verstärkt, müsste diesem mit vernünftigen Rahmenbedingungen und guten Ausbildungschancen für Junge schon heute vorgebeugt werden", so Haider. Ein Rückgang bei der Zahl der offenen Lehrstellen um 22,9% im Jahresdurchschnitt 2004 ist sicher kein gutes Signal.

Weil die AMS-Mittel seit dem Jahr 2000 weitgehend eingefroren sind, die Arbeitslosigkeit aber österreichweit um 25% gestiegen ist, stehen dem AMS oftmals zuwenig Gelder für ausreichende Qualifizierungsmaßnahmen zur Verfügung. "Die Jugendlichen erhalten dadurch nur Kurzqualifikationen, die ihnen keine qualitativ hochwertigen, längerfristigen Jobchancen eröffnen", sieht Erich Haider darin einen Trend, dem es entgegenzuwirken gilt.

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