ARBÖ: Vor den Semesterferien: Nicht auf die Vignetten vergessen

Mit Montag hat rubinrot ausgedient - Nicht nur für Autobahnen braucht's die Vignette

Wien (OTS) - Montag ist der letzte Tag der rubinroten Jahresvignette, am Dienstag, 1. Februar beginnt die neue Ära der mintgrünen Vignetten, erinnert der ARBÖ. Wer vorhat, mit dem Auto in die Semesterferien zu fahren, soll sich rechtzeitig damit eindecken. In allen 100 ARBÖ-Dienststellen kann man sich Jahres-, Zweimonats-und Zehntagesvignetten ebenso kaufen wie bei Tankstellen und Trafiken.

Wer glaubt, dass eine gültige Vignette nur auf Autobahnen- oder Schnellstraßen benötigt wird, irrt Die Vignettenpflicht gilt auch, wenn man über eine Bundesstraße zu einer Autobahnraststätten oder -tankstelle gelangt (z.B. am Mondsee oder in Ansfelden). Dies wurde durch eine Gesetzesänderung im April 2002 entschieden. so ARBÖ-Verkehrsjuristin Dr. Barbara Auracher-Jäger.

Auch bei einigen Streckenabschnitten in Wien, Tirol und Vorarlberg muss man besonders darauf achten, nicht ungewollt in die Vignettenfalle zu tappen. Auch für folgende Strecken gilt die Vignettenpflicht:

* Tirol: im Landecker-Tunnel

* Vorarlberg: A14 Rheintalautobahn. Die Vignettenpflicht ab Bregenz beginnt bereits auf der Autobahnauffahrt Hörbranz-Lochau (in Fahrtrichtung Deutschland)!

* Wien: Auch die Nordbrücke und die Praterbrücke sind vignettenpflichtig

Keine Vignettenpflicht besteht hingegen auf folgenden Straßenstücken:

* Burgenland: A6, Nordost Autobahn, im Abschnitt von der Landesstraße B 50a bis zur Staatsgrenze bei Kittsee.

* Niederösterreich: S5, Stockerauer Schnellstraße, im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Fels/Wagram und Krems (Landesstraße B3, Landesstraße B37)

* Wien: S2 Wiener Nordrad Schnellstraße im Abschnitt Wien, Hirschstetten (A23) und Wagramer Straße

Die Mautregelungen in den Nachbarländern:

Auch in Ländern, wie Ungarn, der Tschechische Republik, sowie in der Slowakischen Republik herrscht auf den Autobahnen Vignettenpflicht. Der ARBÖ-Informationsdienst rät, sich vor Reiseantritt über die Art und Höhe der Maut in den jeweiligen Ländern zu informieren. In Italien, sowie in Slowenien und Kroatien wird die Maut an einzelnen Mautstellen eingehoben. "Gegenüber dem Vorjahr haben sich die meisten Tarife geändert, in der Slowakischen Republik haben sich die Vignetten-Bestimmungen sogar grundlegend geändert", stellt Thomas Woitsch vom ARBÖ-Informationsdienst fest und zählt die wichtigsten Änderungen auf.

Zahlte man vergangenes Jahr in Ungarn für eine Wochen-Vignette HUF 2.000,--, so kostet sie dieses Jahr, HUF 2.300,-. Bleibt man allerdings länger als 9 Tage so muss man sich eine Monats-Vignette anschaffen, die vom ersten bis zum letzten Tag des Monats gilt. 2004 zahlte man für eine Monats-Vignette HUF 3.400,-. Dieses Jahr kostet die Monats-Vignette HUF 3.900,-.

In der Tschechischen Republik wurden die Vignetten ebenfalls teurer. Zahlte man 2004 noch CZK 150,- für eine 10-Tages-Vignette, so kostet diese nunmehr CZK 200,-. Auch die 2-Monats-Vignettet mit CZK 300,- kostet um CZK 50,- mehr als im Vorjahr.

In der Slowakischen Republik haben sich die Bestimmungen rund um die Vignette grundlegend verändert. Mussten sich Urlauber letztes Jahr nur einer 15-Tages-Vignette begnügen, so hat man dieses Jahr die Wahl zwischen einer 7-Tages-Vignette um SKK 150,-- und einer Monatsvignette um SKK 300,--.

In der Schweiz gibt es nach wie vor nur eine Jahresvignette um CHF 40,--. Daran hat sich seit dem vergangenen Jahr nichts geändert. Bei unseren südlichen Nachbarn in Italien muss man die Straßemaut direkt an einzelnen Mautstellen bezahlen. Hier änderten sich an den Tarifen fast gar nichts. Für eine Fahrt vom Brenner nach Bozen zum Beispiel, zahlt man nach wie vor EUR 4,40. Auch in Slowenien und Kroatien ist die Maut bei einzelnen Mautstellen zu bezahlen. Auch hier blieben die einzelnen Tarife bis auf ein paar wenige Ausnahmen gleich.

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