Niederwieser begrüßt Einlenken Gehrers auf SPÖ-Bildungsmodell

Ansagen Gehrers müssen nun Taten folgen

Wien (SK) SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser zeigt sich erfreut darüber, dass sich die ÖVP und Bildungsministerin Gehrer, nachdem sie jahrelang das SPÖ-Modell für eine neue Schule abgeblockt haben, endlich bewegen. "Es ist gut, dass Gehrer endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und erkennt, dass die im SPÖ-Bildungsprogramm enthaltenen Konzepte internationalen Standards entsprechen und bewährte Erfolgsmodelle sind", so Niederwieser. "Die SPÖ will die beste Entfaltungsmöglichkeit für jedes Kind. Darum geht es uns in der Bildungspolitik, und deshalb werden wir die Regierung unterstützen, wenn sie es damit ernst meint", so der SPÖ-Bildungssprecher am Samstag in Reaktion auf Gehrers Einlenken in Richtung ganztägige Betreuung, Fünf-Tage-Woche und Deutschkurse im Vorschulalter. ****

Niederwieser erinnerte daran, dass die ÖVP in der Vergangenheit für das SPÖ-Bildungsprogramm nur "Spott und Hohn" übrig hatte. PISA I habe sie vom Tisch gewischt, erst jetzt, nach den katastrophalen PISA II-Ergebnissen habe die ÖVP erkannt, dass ihre Bildungspolitik in die Sackgasse führt. Eine Schule, die auf Kinder aus sozial schwächeren Verhältnissen keine Rücksicht nimmt, die die Gegebenheiten der modernen Arbeitswelt ignoriert und die Fähigkeiten der Einzelnen brach liegen lässt, werde Österreich und seine Kinder im internationalen Vergleich immer weiter zurückfallen lassen. "Das hat die ÖVP nun hoffentlich erkannt", so Niederwieser.

Nun gehe es aber darum, Gehrers täglichen Ankündigungen eine konsequente und zielführende Arbeit im Nationalrat folgen zu lassen. Bildungspolitik erledige sich nicht in Zeitungsinterviews und "Vereinbarungen" zwischen einer Ministerin und einer Staatssekretärin, so Niederwieser weiter, "Bildungspolitik wird im Parlament als Ergebnis eines demokratischen Diskussionsprozesses beschlossen". Gehrer sei gefordert, die konkreten Reformpunkte - die Vorschule, die Ganztagsschule, die gemeinsame Schule der Sechs- bis 15-Jährigen, die Lehrerausbildung, den geschlechtersensiblen Unterricht unter den von Ministerin Gehrer erwähnten Leistungsunterschieden von Mädchen und Buben sowie eine weitgehende Aufhebung der Zwei-Drittel-Mehrheit bei Schulgesetzen - mit der Zukunftskommission, Expertinnen und Experten sowie Schüler-, Lehrer-und Elternvertretern zu besprechen. "Der SPÖ geht es darum, die Beteiligten zu Partnern zu machen", sagte Niederwieser.

Wenn Gehrer nun den Dialog in den Vordergrund stelle und es mit der Umsetzung einer modernen, zukunftsorientierten Schule, in der alle SchülerInnen die gleichen Chancen haben, ernst meine, wird aus Sicht des SPÖ-Bildungssprechers das Reformprojekt Schule 2010 im Juni stehen. (Schluss) se

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