Auslaufen der WTO-Quoten:

Chinesische Exportzölle auf Bekleidungsexporte ab 1.1.2005 sind keine Selbstbeschränkung

Wien (PWK) - Die VR China hat per 1.1.2005 bei Ausfuhren von Produkten aus 148 Bekleidungs-(und Textil) Zolltarifpositionen Exportzölle eingeführt. Diese Maßnahme ist bis auf weiteres unbefristet. Unter anderem sind Hosen, Röcke, Mäntel, Unterwäsche, Hemden usw. betroffen. Die Exportzölle sind in den meisten Fällen in Fixbeträgen pro Stück, in Einzelfällen pro Kilogramm zu entrichten. Abhängig von der Zolltarifposition ist pro Teil ein Zoll in der Höhe von zirka 2 oder 3 EUROCENT zu entrichten. Nach Aussage chinesischer Regierungsstellen soll mit diesen Exportzöllen die Befürchtung anderer Lieferanten vor der chinesischen Konkurrenz verringert werden.
"Diese chinesische Maßnahme hat keinesfalls die Wirkung einer chinesischen Selbstbeschränkung" stellt KR Ing. W. Sima, Obmann des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie dazu fest. Aus Sicht des Geschäftsführers des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie Österreichs, Dr. F.J. Pitnik handelt es sich nur um eine "chinesische Beruhigungspille", welche ohne wirkliche praktische Relevanz ist. Bekanntlich haben sich zahlreiche betroffene Industrieverbände aus anderen asiatischen Lieferländern, aus Afrika, Amerika, sowie aus den EU-Beitrittskandidaten, den neuen EU-Mitgliedsländern, sowie der EU 15 in der "GLOBAL ALLIANCE FOR FAIR TRADE IN TEXTILES" zusammengeschlossen. Bei der WTO in Genf, aber auch bei der EU-Kommission in Brüssel bzw. der US-Regierung in Washington wurde ein fairer Welthandel mit Bekleidung und Textilien eingefordert und die chinesische Handels- und Preispolitik im Bekleidungssektor scharf kritisiert. (us)

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Bekleidungsindustrie Österreichs
1045 Wien, Wiedner Hauptstraße 63
Tel.: 05 90 900 4903 - FAX: 05 90 900 4908
e-mail: office@fashion-industry.at
http://www.fashion-industry.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0004