SP-Haider: 42.500 Arbeitslose in OÖ kein Anlass zu Jubelmeldungen

Absoluter Höchststand bei der Jugendarbeitslosigkeit

Linz (OTS) - "Die ÖVP sollte sich nicht auf das selbstgefällige Präsentieren von Arbeitsmarktdaten beschränken, sondern durch eine aktive Arbeitsmarktpolitik endlich für die dringend notwendigen Impulse sorgen. Alleine der Vergleich der Arbeitslosenzahlen vom Dezember 2004 mit jenen vor zehn Jahren macht den dringenden Handlungsbedarf deutlich", betont LH-Stv. Erich Haider. Während es Ende 1994 in ganz Österreich 214.941 Arbeitslose gab, waren Ende 2004 in Österreich 298.149 Menschen ohne Arbeit.

"Wenn die ÖVP die niedrigste Jahresarbeitslosenquote aller Bundesländer neuerlich bejubelt, dann ist damit keinem der rund 42.500 Arbeitslosen geholfen, die es zu Jahresbeginn in Oberösterreich gibt!", stellt SPÖ-Landesparteichef LH-Stv. Erich Haider fest. "In Österreich gibt es die meisten Arbeitslosen seit 1945. In Oberösterreich sind 35.500 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Damit beträgt die Quote 6 Prozent, das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent. Zusammen mit den rund 7000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern, die in Schulungsmaßnahmen sind, stehen 42.500 in unserem Bundesland ohne Job da. Dazu kommt ein absoluter Negativrekord bei der Jugendarbeitslosigkeit: rund 10.000 arbeitslose Jugendliche waren mit Ende Dezember ohne Beschäftigung. Zum Jubeln ist das ganz sicher kein Grund", so Haider.

Die Arbeitslosigkeit hat im Dezember in Oberösterreich um 3,7 Prozent zugenommen. Österreichweit betrug der Anstieg 0,4 Prozent. Besonders dramatisch verläuft die Entwicklung weiter bei den Frauen. Da stieg die Arbeitslosigkeit in OÖ um 7,8 Prozent an. Das ist um sechs Prozent mehr als im Bundesschnitt! Noch Besorgnis erregender die Lage bei den über 50jährigen: Dort explodierte die Arbeitslosigkeit im Dezember in OÖ um 9,3 Prozent, während sie bundesweit um 3,6 Prozent zurückging.

Bei den Jugendlichen sind 7129 offiziell als arbeitslos gemeldet, 2806 in Schulung. Mit 9.935 Jugendlichen ohne Beschäftigung erreicht die Jugendarbeitslosigkeit damit einen traurigen Höchststand.

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