"profil": Vertrag von MuMoK-Chef Edelbert Köb wird nicht verlängert

Gehrer spricht sich gegen Fusionspläne von Klaus Albrecht Schröder aus

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wird Bildungsministerin Elisabeth Gehrer den bis 2006 laufenden Vertrag von Edelbert Köb, Direktor des Museums Moderner Kunst in Wien, nicht verlängern. Ihre Entscheidung begründet Gehrer damit, dass "das Haus noch mehr aus sich machen könnte". Die Position werde "rechtzeitig neu ausgeschrieben". Zu den Gerüchten, dass die Chefin des Salzburger Museums der Moderne, Agnes Husslein, Interesse an dem Posten habe, meint Gehrer: "Ich halte Frau Husslein für eine tüchtige Museumsdirektorin. Allerdings wird es eine Bestellungskommission geben. Diese wird mir Vorschläge machen."

Skeptisch zeigt sich Gehrer gegenüber den Plänen von Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder, sein Museum mit der Österreichischen Galerie zu fusionieren. "Ich werde drei ausgewiesene Experten bitten, alle Argumente abzuwiegen, um mir dann eine Empfehlung zu geben. Gefühlsmäßig meine ich, dass eine Zusammenarbeit zwischen zwei so guten Marken auch ohne Zusammenlegung möglich sein müsste."

Schröder selbst hält an seiner Fusions-Idee mit der Österreichischen Galerie fest: "Es gibt wichtige Synergien aus den Sammlungen heraus, die sich zu 80 Prozent überschneiden", nimmt der Albertina-Direktor im "profil" erstmals zu seinen Plänen öffentlich Stellung. "Auch arbeiten die Forscher an beiden Häusern zu denselben Fachgebieten. Hier wie dort wird ein und dieselbe Fachbibliothek aufgebaut. Außerdem verfügt die Albertina über jene Art und Dimension von Wechselausstellungshallen, die der Österreichischen Galerie fehlen."

Das Belvedere würde als "Standort mit einer permanenten Schausammlung" erhalten bleiben, so Schröder weiter, und könnte "mit österreichischen und vor allem internationalen Kunstwerken aus der Albertina verstärkt werden".

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