Tauschitz: Haider soll wegen erwiesener Unfähigkeit Kulturagenden abgeben

ÖVP lässt rechtliche Schritte prüfen

Klagenfurt (OTS) - Die Seebühne, sinkendes Flaggschiff Kärntner Kulturpolitik Haiderscher Prägung, könnte nun ein Fall für die Gerichte werden. Wie heute der Kultursprecher der ÖVP Kärnten, LAbg. Stephan Tauschitz ankündigte, lasse die ÖVP jetzt alle Möglichkeiten prüfen, diesen Millionenskandal mit Hilfe der Gerichte aufzuklären. Konkret gehe es dabei um die Bundesförderung im Ausmaß von fast zwei Millionen Euro, die laut Prüfbericht von den Konten der Festspiel-GmbH. spurlos verschwunden seien. Tauschitz: "Wir wollen wissen, ob diese zwei Millionen im beispiellosen Saustall rund um die Wörtherseebühne, im Aktenkoffer einer Privatperson oder auf irgendeinem Wahlkampfkonto verschwunden sind."

Fast ebenso schlimm wie die im jüngsten Bericht aufgedeckten haarsträubenden Missstände sei die mangelnde Einsicht der verantwortlichen FPÖ-Politiker Haider, Pfeifenberger und Strutz, die in hanebüchenen Ausflüchten gipfle. Die in Panik angekündigte Liquidierung der Gesellschaft sei überhaupt nur mit Millionenzuschüssen möglich, viel eher drohe der Gesellschaft der Konkurs und ihrem Geschäftsführer ein Verfahren wegen betrügerischer Krida, erklärte Tauschitz: "Unter diesen Gesichtspunkten und Erfahrungen kann Haiders Ankündigung, die Seebühne künftig von seiner Kulturabteilung führen zu lassen, nur als gefährliche Drohung aufgefasst werden." Schließlich sei es genau die höchst umstrittene Kulturamtsleiterin Napetschnig, die als Vorsitzende den Aufsichtsrat der FestspielGesellschaft vorsätzlich falsch informiert und damit jedes Vertrauen verloren habe. Tauschitz: "Napetschnig war von Anfang an eine politisch motivierte Fehlbesetzung in der Kulturabteilung; wir verlangen ihren sofortigen Rücktritt als Aufsichtsratvorsitzende."

Allein die Diskussion um das Honorar es Intendanten Renato Zanella beweise, dass Kulturreferent Haider jeden Sinn für die Realität verloren habe und bedenkenlos Steuermillionen verschleudere, um sich seinen kulturellen Egotrip zu gönnen. Tauschitz: "Für eine Sommerbühne mit einer Spielzeit von nicht einmal acht Wochen im Jahr einen eigenen Intendanten mit einem Jahresgehalt von weit jenseits der 200.000 Euro, Dienstwohnung und Assistentin zu erfinden - da muss man sich wirklich fragen, ob Haider und Pfeifenberger politisch noch zurechnungsfähig sind." Zumindest Pfeifenberger habe diese Frage bereits bei der jüngsten Pressekonferenz beantwortet, indem er allen Ernstes betont habe, dass budgetär und buchhalterisch alles in Ordnung sei, nur die Einnahmen seien ausgeblieben. Tauschitz: "Bei diesem wirtschaftlichen Grundverständnis des verantwortlichen Referenten wundert mich die budgetäre und wirtschaftspolitische Situation Kärntens keine Sekunde länger." Schon die Grundüberlegung, statt des profilierten Stadttheater-Intendanten für die Seebühne eine eigenen Intendanz aufzubauen, sei eine weltfremde Schnapsidee und ein bedenkliches Anzeichen von politischer Großmannssucht - noch dazu, wo die Inszenierung durch Pflegerl gerade die Hälfte des Spesenkontos von Zanella gekostet habe. Das Gehalt von Zanella wäre eine schöne Unterstützung für die freien Bühnen in Kärnten, die damit zweifelsohne viel mehr zustande bringen würden als ein Millionendebakel um die verzweifelte Liebe der Tosca.

Tauschitz: "Jetzt ist die Stunde der Wahrheit über den selbstverliebten Kulturreferenten gekommen. Haider soll die Kulturagenden abgeben und sein Scheitern eingestehen, anstatt alles noch schlimmer zu machen."

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