Chefarztpflicht neu: Prettner: Weit über das Ziel hinausgeschossen

SPÖ kritisiert auch Wartezeit für Patienten

Klagenfurt (SP-KTN) - Seit 14 Tagen gibt es eine Neuordnung der Bewilligungspflicht für spezielle Medikamente. Das Resultat:
verärgerte Patienten ,die jetzt erheblich länger auf Ihre teilweise lebensnotwendigen Medikamente warten müssen und überforderte Ärzte , die sich mit viel Bürokratie und Dokumentation auseinandersetzten müssen, und so wichtige Zeit für Ihre Patienten verlieren. "So kann erfolgreiche und zukunftsweisende Gesundheitspolitik nicht funktionieren, wir brauchen einen Kurswechsel und eine neue Ministerin bzw. einen neuen Minister, die auch wissen, was sie eigentlich unterschreiben", so die Gesundheitssprecherin der Sozialdemokraten im Kärntner Landtag, Labg. Beate Prettner, die selbst auch Ärztin ist.

Ziel wäre es laut Prettner Kostendisziplin bei der Auswahl von Medikamenten bei einer gleichzeitigen Qualitätssicherung für PatientInnen herbeizuführen und den administrativen Bereich auf ein Mindestmaß zu reduzieren. "Fakt ist jedoch, dass die Kärntner PatientInnen die neue Reform als Rückschritt und Schikane empfinden, weil selbige auch ein Rückschritt um einige Jahrzehnte in der Gesundheitsversorgung der Republik ist", so Prettner.

Für chronisch Kranke ist die Situation durch die schwarz-blaue Bundespolitik völlig unzumutbar. "Für dringend benötigte Medikamente, die sie schon seit längerer Zeit einnehmen, müssen neuerliche Ansuchen gestellt und lange Warzezeiten in Kauf genommen werden", so die SP-Kritik.

Es werden jetzt auch nur mehr Kleinpackungen genehmigt und dadurch nicht nur die Häufigkeit des Arztbesuches erhöht, sondern auch die Rezeptgebührkosten für die betroffenen Patienten explodieren. "Der Bewilligungszeitraum von 30 Minuten hat sich als völlig illusorisch herausgestellt. "Patienten warten oft bis zu Stunden auf die Genehmigung bzw. oft werden die Bewilligung nicht mal mehr am selben Tag ausgestellt. Auch die MitarbeiterInnen in den Krankenkassen sind durch die politischen Vorgaben weit über ihre Belastbarkeitsgrenze hinaus zu mehr Bürokratie verdonnert", so Prettner.

SP-Gesundheitssprecherin Beate Prettner fordert daher eine rasche Korrektur dieser Schwächen und auch, dass die angedrohten Sanktionen für Ärzte ausgesetzt werden, weil diese sonst außer Stande sind, den Hippokratischen Eid zu erfüllen, der nach wie vor an erster Stelle bei der Betreuung von Patienten stehen muss. (Schluss)

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