Weninger: Bloße Fristverlängerung bei Postamtsschließungen ist kein Verhandlungsergebnis

Auch Weiterbestand bedrohter Postämter muss möglich sein

St. Pölten (SPI) - Nach wie vor sind die geplanten Postamtsschließungen ein heißes innenpolitisches Thema. "Dass nun, beim 4. Postämtergipfel, eine Verlängerung der Verhandlungsfrist um 3 Monate herausgekommen ist, ist für mich kein Ergebnis, sondern reine Hinhaltetaktik. Zwar wird weiterverhandelt, aber trotzdem sollen alle 357 österreichische Postämter - 93 davon in NÖ - geschlossen werden. Was bringt es den Menschen in den Gemeinden, wenn länger verhandelt wird, und ihr Postamt dann trotzdem geschlossen wird", mahnt der Klubobmann der SPNÖ, LAbg. Hannes Weninger, mehr ernsten Verhandlungswillen seitens der Post ein.****

"Mir sind Fälle von Bürgermeistern bekannt, in deren Gemeinden die Post mit falschen Zahlen die Schließungsnotwendigkeit argumentiert. Da werden beispielsweise Personalkosten für Mitarbeiter eingerechnet, die es in diesem Postamt schon lange nicht mehr gibt! Ebenso werden Kosten für Leistungen angeführt, welche das Postamt seit Jahren nicht mehr erbringt! Es lässt sich hier der Eindruck nicht leugnen, dass von Seiten der Post-Verhandler nicht wirklich der Wille zu echten und offenen Verhandlungen besteht. Offensichtlich soll nur der Schein gewahrt bleiben - die Postämter sollen geschlossen werden, koste es, was es wolle - auch wenn die Wahrheit auf der Strecke bleibt", so Weninger.

"Wenn es eine längere Verhandlungsfrist gibt, dann muss diese Zeit auch konstruktiv genutzt werden. 3 Monate zu verhandeln und im Vorhinein schon zu wissen, dass das Ergebnis feststeht, ist nicht nur eine sinnlose Vergeudung von Ressourcen, hier werden vielmehr auch die Betroffenen, die Bevölkerung, die Bürgermeister und natürlich auch die Bediensteten der betroffenen Postämter, an der Nase herumgeführt", so Weninger weiter. "Auch der Weiterbestand von der Schließung bedrohter Postämter muss möglich sein. Die Postämter zählen zur grundlegenden Infrastruktur der Gemeinden. Mit einem für die Menschen im Land dermaßen wichtigen Thema derart unseriös umzugehen, ist gegenüber allen Betroffenen in höchstem Maße unfair", so Weninger abschließend.
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