Grüne/Mandak: Haubner-Forderung nach Akut-Adoptionen unsinnig und übereilt

Grüne pochen auf Besonnenheit - Wohlergehen der Kinder muss im Zentrum stehen

OTS (Wien) Für "unsinnig und übereilt" hält die Familiensprecherin der Grünen, Sabinde Mandak, die Forderung von Staatssekretärin Haubner nach einer Vereinfachung für Adoptionsverfahren für Kinder aus den Katastrophengebieten.

"Dieser Vorschlag mag zwar den Wünschen von Erwachsenen in Österreich nach einem Kind nachkommen, das Wohlergehen von betroffenen Kindern wird hier jedoch aus den Augen verloren", so Mandak, und weiter:
"Nachdem diese Kinder ihre Eltern verloren haben und aus ihrem gewohnten Lebensumfeld herausgerissen wurden, kämen sie innerhalb von kürzester Zeit nach der Katastrophe in ein Land mit fremder Kultur und fremder Sprache. Momentan sind Akut-Adoptionen äusserst kritisch zu betrachten, da sie in Notsituationen vorgenommen werden und nicht wieder rückgängig gemacht werden können." Mandak pocht auf Besonnenheit und Sensibilität in dieser Frage.

"Zum jetzigen Zeitpunkt muss alles dafür getan werden, dass betroffene Kinder bei geeigneten Familien in ihrem Lebensumfeld untergebracht und versorgt werden können. Dazu könnte die Bundesregierung auch, aber nicht nur, finanziell beitragen", schließt Mandak.

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