Lacina zu Opernball-Absage: Schüssel soll sich ein Beispiel an Regierung Vranitzky nehmen

Größte Umweltkatastrophe aller Zeiten kein Grund für Opernball-Absage?

Wien (SK) Enttäuscht zeigt sich der ehemalige Finanzminister Ferdinand Lacina über die Ankündigung der Bundesregierung, trotz der größten Umweltkatastrophe aller Zeiten, die unfassbares Leid gebracht hat, den Opernball heuer wie gewohnt abzuhalten. Lacina erinnerte Sonntag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ daran, dass im Jahr 1991 die österreichische Bundesregierung unter Bundeskanzler Franz Vranitzky, der er, Lacina, angehörte, in einem Sonderministerrat die weise Entscheidung getroffen habe, wegen des damaligen Golfkrieges den Opernball abzusagen. "Ich frage Bundeskanzler Schüssel, warum die unglaubliche Tragödie in Asien, die derart viele Menschenleben gekostet hat und die auch Hunderte Österreicherinnen und Österreicher noch immer um ihre Angehörigen bangen lässt, nicht Grund genug ist, dieses Fest abzusagen und ein Zeichen der Hilfe zu setzen und die Eintrittsgelder zu spenden", so Lacina. Die Absage des Opernballs im Jahr 1991 sei richtig und klug gewesen, angesichts der Tatsache, dass sich nun so viele Österreicher unter den Opfern der Katastrophe befinden, sei eine Absage noch gerechtfertigter. ****

Lacina rät Schüssel, in Tagen, die geprägt sind von Bildern des Schreckens, nicht routinemäßig zur Tagesordnung überzugehen. "Es ist jetzt nicht die Zeit für rauschende Feste, sondern für Solidarität mit den Opfern", so Lacina abschließend. (Schluss) cs

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