"profil": Plassnik: "Kampf gegen die quälende Ungewissheit"

Außenministerin zieht Zwischenbilanz - Mehrheit der Österreicher bewertet österreichisches Krisenmanagment nach der Flutkatastrophe positiv

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins verteidigt Außenministerin Ursula Plassnik das österreichische Krisenmanagment nach der Flutkatastrophe in Südostasien: "Wir haben unser Möglichstes geleistet. Jeder Mitarbeiter - in Wien und im Krisengebiet - ging an seine Grenzen. Und oft auch darüber hinaus." Es sei "ein Kampf gegen die quälende Ungewissheit" gewesen.

Im "profil"-Interview begründet Plassnik auch ihr als eher kühl bewertetes Auftreten in der Öffentlichkeit: "Ich will nicht so tun, als könnte ich den Menschen ihren Schmerz nehmen. Und ich will den Schmerz der unmittelbaren Opfer auch nicht vereinnahmen", sagt sie. Sie habe "die innere Gewissheit, dass wir gemeinsam als Team das Menschenmögliche getan haben", allerdings: "Es quält mich, den Angehörigen nicht den ersehnten Satz sagen zu können: Die Gesuchten leben."

Laut einer im Auftrag von "profil" vom Meinungsforschungsinstitut market durchgeführten Umfrage wird Plassnik ein gutes Zeugnis für ihre fachliche Arbeit ausgestellt: 24 Prozent der Befragten meinen, das Krisenmanagment der Behörden habe "sehr gut", 52 Prozent meinen, es habe "eher gut" funktioniert. Nur zwei Prozent sind der Ansicht, die Krise sei "sehr schlecht" bewältigt worden.

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