Darabos: Rücktritt von Grasser längst überfällig

Grasser nimmt zum wiederholten Male ungeniert Vergünstigungen für sich in Anspruch

Wien (SK) Für "längst überfällig" hält SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos einen Rücktritt von Finanzminister Grasser angesichts der Meldung des Nachrichtenmagazins "profil", wonach Grasser mit einem Billig-Ticket in der Business-Klasse auf die Malediven geflogen sein soll. "Es vergeht eigentlich kaum mehr ein Tag, an dem nicht irgendwelche Ungereimtheiten des Finanzministers ans Tageslicht gelangen. Bereits zum wiederholten Male wurde der Finanzminister dabei ertappt, wie er für sich ungeniert Vergünstigungen in Anspruch nimmt", stellte Darabos am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. ****

Die Inanspruchnahme eines Billigtickets in der Business-Klasse gehöre in eine Reihe von "zahllosen Unregelmäßigkeiten", die bei Grasser zu Tage getreten sind, erklärte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer weiters. Darabos erinnerte in dem Zusammenhang an die Finanzierung der privaten Homepage des Finanzministers, an den Sozialfonds von Grasser, den Verkauf der Bundeswohnbaugesellschaft, den VOEST-Verkauf und die weit überhöhten Berater- und Werbungskosten. "Besonders geschmacklos" sei das Verhalten Grassers, was seinen Verbleib auf den Malediven während der Flutkatastrophe betrifft. Dabei habe sich Grasser in widersprüchliche Aussagen verstrickt und der Öffentlichkeit nachweislich die Unwahrheit gesagt. "In jedem anderen europäischen Land wäre ein Minister mit dieser ellenlangen Liste an Skandalen schon längst zurückgetreten oder jedenfalls vom Regierungschef seines Amtes enthoben worden. Dass Kanzler Schüssel weiter an Grasser festhält, zeigt nur all zu deutlich, wie gering das Niveau der politischen Moral der Regierung Schüssel ist", so Darabos abschließend. (Schluss) ps

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001