Online Shopping Guide: Wie Surfer zu Käufer werden

Wien (OTS) - Über gezielte Werbung, Suchmaschinen und Preisvergleiche kommen potentielle Käufer in die Online Shops. Ob sie dort zu realen Käufern werden, entscheidet gleich nach dem Preis die Benutzerfreundlichkeit.

"Einen Kunden der zum Einkauf entschlossen ist, abzuweisen, ist kommerzieller Selbstmord", warnt Deri Jones, Geschäftsführer des britischen Unternehmens SciVisum, das Webapplikationen testet. Doch leider lassen noch immer viele Shop-Betreiber laut einer kürzlich veröffentlichten Studie von SciVisum ihre Kunden im Regen stehen, sobald sich diese zum Einkauf entschlossen haben. Die Kunden genießen ihren Einkauf bis zu dem Zeitpunkt, wo sie eine Ware auswählen und in den Einkaufskorb legen. Hier erleben sie oft ihre wahren Wunder: die virtuellen Einkaufswagen sind unnötig kompliziert, funktionieren schlecht oder im schlimmsten Fall gar nicht.

"Benutzerfreundlichkeit bringt neben Kundenzufriedenheit auch noch weniger Aufwand im Backoffice des Shopbetreibers", weiß Christian Hausleitner, Marketing Analyst von BP Austria, dessen Online Shop "BP Express" von http://e-rating.at mit hoher Benutzerfreundlichkeit ausgezeichnet wurde. E-rating.at arbeitet zurzeit in Kooperation mit dem IT-Magazin MONITOR an der Erstellung eines umfassenden Online Shopping Guides, der die Top 500 Internet Shops des Landes präsentieren wird. Ein wesentliches Kriterium für die Bewertung der Shops ist Usability.

"Es gibt bereits eine Reihe von Gütesiegeln im deutschsprachigen Raum, die großteils jedoch mit Vorsicht zu genießen sind. Deshalb ist eine Prämierung für die Benutzbarkeit eines Shops sehr zu begrüßen", zeigt sich Günther Rubik, Geschäftsführer des "Team WyRu", einer Wiener Gruppe von Softewareentwicklern mit Spezialgebiet Internet und Datenbanken, begeistert über den Guide, der im Herbst 2004 erstmals erscheint.

Warenkorbsysteme als Kundenservice

Der Mindeststandard, den der Gesetzgeber vorschreibt, ist ein verständlicher Bestellvorgang, sei es durch Shopsoftware, die sich selbst erklärt, sei es durch Einkaufsanleitungen. Laut einer Analyse von e-rating.at erfüllen die meisten Shops dieses Minimum: Bei 2216 von insgesamt 2615 analysierten Shops entspricht der Bestellvorgang den minimalen Anforderungen der EU-Richtlinie. 399 Shops können nicht einmal das erfüllen.

Experte Rubik stellt jedoch deutlich höhere Anforderungen an Websites, die als Shop gelten wollen: "Eine gewisse technische Infrastruktur wie Warenkorb und Kundenkonto ist heute bereits Standard. Auch Suchfunktionen jeder Art werden immer wichtiger." Wer sich für ein Warenkorbsystem entscheidet, sollte unbedingt auf jeder Shop-Site einen Link zum Warenkorb haben. 866 von 1087 Shops erfüllen diese Mindestanforderungen.

Gute Warenkorbsysteme können jedoch noch viel mehr: Sie protokollieren alle Bestellschritte des Kunden automatisch. Jederzeit ist ersichtlich, welche und wie viele Waren ausgewählt wurden, was der Einkauf in Summe kostet sowie die Höhe der Lieferkosten. Wer solche Systeme einsetzt, erhält im Online Shopping Guide Zuschläge für Usability. Derzeit zeigt jedoch nur bei 338 von 1078 analysierten Shops der Warenkorb nach jedem Einkaufsschritt automatisch die Menge der Waren an, bei 308 auch den Gesamtbetrag der Waren.

Mehr zum Thema "Wie verbessere ich die Usability meines Online-Shops?" lesen Sie in der September Ausgabe des MONITOR. Erscheinungstermin: 6. Sept 2004. MONITOR - das österreichische IT-Magazin - bietet monatlich aktuell umfassende Berichterstattung zu Informationstechnologie und Telekommunikation. Gerne schicken wir Ihnen ein kostenloses Ansichtsexemplar der aktuellen Ausgabe zu. Oder bestellen Sie jetzt Ihr MONITOR Jahresabo auf http://www.monitor.co.at.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Petra Stix
stix@monitor.co.at,
Tel: +43-1-740-95 DW: 413 Fax-DW: 425

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MON0001