NÖ Christgewerkschafter zum Jahreswechsel: "Gewerkschaft trägt auch Verantwortung für Staatsganzes"

Schöls: "2004 darf nicht ein neues Streik-Rekordjahr werden"

St. Pölten (OTS) - Das Eintreten für die Anliegen und die Rechte der Arbeitnehmer dürfe nicht ohne Bedachtnahme auf gesamtstaatliche Notwendigkeiten erfolgen. Daraus leite sich eine Verantwortung der Gewerkschaft auch für das Staatsganze ab, wie sie der ÖGB immer für sich reklamiert habe. Demgegenüber dürfe die Bundesregierung bei ihren Maßnahmen den hohen Stellenwert der Arbeitnehmer und ihrer Vertretung nicht negieren. In diesem Spannungsfeld seien beide Seiten aufgerufen, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein und entsprechend zu agieren, heißt es in einem Aufruf der NÖ Christgewerkschafter zum Jahreswechsel. Vorsitzender NR-Abgeordneter Alfred Schöls nahm direkt Bezug auf die Streiks des Vorjahres: "Es liegt an uns Gewerkschaftern ebenso wie an der Bundesregierung, dass nicht 2004 zu einem neuen Streik-Rekordjahr wird. Weder wir machen uns beliebt, noch die Regierung, wenn Justament-Positionen bezogen werden, anstatt die gute österreichische Tradition zu pflegen, Ergebnisse am Verhandlungstisch zu erzielen, anstatt sie mit unterschiedlichen Methoden erzwingen zu wollen," sagte Schöls.

"Sozialer Friede und Kooperationsbereitschaft waren nach 1945 immer ein Markenzeichen der Gewerkschaft in Österreich und dadurch mitverantwortlich für die gute wirtschaftliche Lage unseres Landes", strich Schöls weiter hervor. Das solle von den Regierenden allerdings nicht damit verwechselt werden, dass "die Gewerkschaft jede Krot schlucken muss", weil es "keinen Konsens um jeden Preis gibt". Demgegenüber vertrete die Fraktion Christlicher Gewerkschafter eine Politik, die "nicht übers Ziel schießt".
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