"profil": FP-Schnell für freiheitlichen Präsidentschaftskandidaten

Salzburgs FPÖ-Chef befürwortet, dass nach Landtagswahlen die stimmenstärkste Partei den Landeshauptmann stellt - nennt Israel einen "Aggressor"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" spricht sich Salzburgs FPÖ-Chef Karl Schnell dafür aus, dass nach den kommenden Landtagswahlen die stimmenstärkste Partei den Landeshauptmann nominieren sollte. Schnell: "Grundsätzlich sollte der Erste den Landeshauptmann stellen. Das ist doch ein Ausdruck des Wählerwillens." Er selbst glaube, dass es wieder eine rot-schwarze Koalition geben wird. Als FPÖ-Wahlziel für die Salzburger Landtagswahl am 7. März nennt Schnell 15 Prozent.

Im Zusammenhang mit der jüngsten Diskussion um die verfassungsmäßig verankerte Neutralität Österreichs, tritt der FP-Politiker vehement für deren Beibehaltung ein. Schnell: "Ich bin ein absoluter Verfechter der Neutralität." Österreich könne als neutraler Staat mehr zur Konfliktbereinigung beitragen. Dies sei seine "feste Überzeugung", auch wenn diese "im Gegensatz zu mancher Meinung in der eigenen Partei steht", so Schnell.

Der Salzburger FPÖ-Obmann spricht sich klar für einen eigenen freiheitlichen Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl aus. Namen möglicher FP-Kandidaten wolle er öffentlich aber keine nennen. "Über solche Dinge sollte man in den Gremien diskutieren", so Schnell.

Im Zusammenhang mit Jörg Haiders Vergleich zwischen Saddam Hussein und George W. Bush meint Schnell, auch er sei "keiner, der die Vereinigten Staaten als Vorbild sieht". Ein Staat, der stolz darauf sei, "eine Hafnium-Bombe zu entwickeln, die sekundenschnell jegliches Leben auslöschen kann" und der in den letzten Jahrzehnten "als einziges Land Angriffskriege geführt" habe, könne nicht Vorbild sein.

Dem Staat Israel konzidiert Schnell im "profil"-Interview zwar eine "demokratische Struktur", allerdings sei "Israel seit Jahrzehnten in der Welt als Aggressor bekannt".

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