Börse Express: Wiener Börse reagiert auf EU-Fondsrichtlinie

Neuer Index wird in wenigen Wochen handelbar sein

Wien (OTS) - Die Wiener Börse hat rasch auf die veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen für Investmentfonds reagiert und den "ATX five-Index" herausgebracht. Der Index wird aus den fünf grössten ATX-Unternehmen (zum Start sind dies: Erste Bank, Telekom Austria, OMV, BA-CA und Wienerberger) bestehen. Die Zusammensetzung wird quartalsweise überprüft, die Berechnung erfolgt analog zum ATX.

Hintergrund des neuen Index sind wohl die geänderten Rahmenbedingunen für Fondsmanager durch eine neue EU-Sondsrichtlinie:
Austro-Fondsmanager dürfen keine Höhergewichtung einzelner Aktien durch derivative Positionen mehr eingehen - österreichische Fonds wären damit vor der Wahl gestanden, ihren Anlegern mehr Risiko zuzumuten - etwa weil eine wenig liquide und damit riskantere Aktien plötzlich genauso hoch gewichtet wird wie etwa die Erste Bank - oder den Fonds zu schliessen. Mit dem neuen ATX five-Index wird den Investmentfondsmanagern nun ein Instrument in die Hand gegeben, das Portfolio aktiv zu managen und Risiken zu reduzieren.

Als nächster Schritt wird der "ATX five" als Underlying für Future- und Optionenkontrakte herangezogen werden. Damit kann über die Börse in die Entwicklung der fünf wichtigsten österreichischen Aktien investiert werden. Wir können uns gut vorstellen, dass dieser Schritt an die ÖTOB bereits am 19. Jänner, dem Montag nach dem ersten Verfallstag im Jahr 2004, stattfinden wird. Die Entscheidung der Wiener Börse, den ATX five zu launchen, ist jedenfalls zu begrüssen und ein wichtiger Schritt für den österreichischen
Kapitalmarkt. (BE/Nr.440)

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