Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank AG vom 02. Jänner 2004

Wien (OTS) -

USD Euribor Dt. Bund ATX DAX DJ Ind. je EUR 3m 10y 02.Jan. 04 1,260 2,12 % 4,25 % 1559,6 4007,5 10453,9 19.Dez. 03 1,242 2,14 % 4,26 % 1510,9 3896,5 10248,1 Veränderung -1,46 % -0,02%Pkt -0,01%Pkt 3,22 % 2,85 % 2,01 %

Die wichtigsten US-Wirtschaftsdaten, die in den letzten beiden Wochen veröffentlicht wurden, fielen schwach aus. Die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sind im November gegenüber dem Vormonat um 3,1 Prozent gefallen. Der Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago, der als wichtiger Vorindikator für den landesweiten Einkaufsmanagerindex gilt, ist von 64,1 Punkten im November auf 59,2 Punkte im Dezember gesunken. Ein Indexstand über 50 Punkten signalisiert jedoch weiterhin ein Wachstum des Verarbeitenden Gewerbes. Einen leichten Rückgang verzeichnete auch der Index des Verbrauchervertrauens, der aufgrund der lediglich zögerlichen Erholung des US-Arbeitsmarktes von 92,5 im November auf 91,3 im Dezember fiel. Die Geschäftstätigkeit der Industrie in der Euro-Zone hat sich im Dezember vor allem dank einer Verbesserung in Deutschland erhöht. Der Reuters-Einkaufsmanagerindex stieg geringfügig von 52,2 Punkten im November auf 52,4 Punkte im Dezember, den höchsten Stand seit Januar 2001. Der entsprechende Index für Deutschland stieg von 51,1 Punkten im November auf 53,0 Zähler im Dezember.

Der Euro hat in den letzten beiden Wochen seinen Höhenflug fortgesetzt und mit 1,2646 US-Dollar zwischenzeitlich einen neuen Höchststand seit seiner Einführung vor fünf Jahren erreicht. Die Stimmung ist weiterhin gegen den Dollar gerichtet. Während die US-Währung kaum auf die Veröffentlichung von guten US-Daten reagiert, bewirken schwache US-Daten oder gute Euroland-Daten eine weitere Abschwächung. Der Grund für die negative Dollar-Stimmung liegt vor allem im hohen US-Leistungsbilanzdefizit und gestiegener Sorgen um dessen Finanzierung durch Kapitalimporte. In diesem Umfeld erwarten wir auch in der nächsten Woche eine leichte Abschwächung des US-Dollars zum Euro.

Die Geldmarktzinsen sind in der Eurozone in den letzten beiden Wochen aufgrund der anhaltenden Eurostärke und der damit gesunkenen Erwartung der Marktteilnehmer bezüglich einer Leitzinserhöhung gefallen. Der 3-Monats-Euribor liegt mit 2,12 % aktuell auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2003. Die Anleiherenditen liegen aktuell auf annähernd dem gleichen Niveau wie vor zwei Wochen. In der nächsten Woche erwarten wir bei den Geldmarktzinsen wenig Veränderung. Die Anleiherendite sollten mit der Veröffentlichung von neuen Wirtschaftsdaten wieder etwas ansteigen.

Die Aktienmärkte präsentierten sich im Berichtszeitraum weiter freundlich. Der DAX hat kürzlich erstmals seit Juli 2002 wieder die Marke von 4000 Punkten überwunden. Auch der ATX konnte neuerlich zulegen. Aktuell markiert der Index den höchsten Stand seit Juni 1998. Die Ertragswarnungssaison verlief bisher erwartungsgemäß ruhig. Die nächste Berichtssaison, die am 8. Januar mit dem Ergebnis des US-Aluminiumproduzenten Alcoa beginnt, sollte wieder überwiegend gut ausfallen. Somit sollte das Umfeld für die Aktienmärkte weiter freundlich bleiben.

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