APA OTS Politikerpräsenzanalyse: Haider führt Jahreswertung 2003 an

Jörg Haider an der Spitze der Medienpräsenz vor Wolfgang Schüssel und Karl-Heinz Grasser - die Top 30 auf http://www.politikportal.at

Wien (OTS) - Auf gezählte 16.784 Nennungen bringt es der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (FP) in der Jahreswertung der APA OTS-Medienpräsenzanalyse 2003. Damit führt Jörg Haider das von der Innsbrucker APA-Tochter MediaWatch erstellte Jahresranking 2003 der Top 30 meist präsenten PolitikerInnen in der tagesaktuellen Printmedien-Berichterstattung im Untersuchungszeitraum von 1.1. bis 28.12. 2003 an.

An zweiter Stelle positioniert sich mit 15.403 Nennungen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (VP) vor Finanzminister Karl-Heinz Grasser (parteilos) mit 13.976 Nennungen. Damit bilden diese "Top drei" eine eigene Präsenzklasse für sich und verweisen die anderen Polit-Protagonisten in Sachen Medienpräsenz auf die Plätze: Auf Rang vier folgt FP-Parteivorsitzender und Sozialminister Herbert Haupt, der mit 8.373 Nennungen nur rund die Hälfte der Medienpräsenz von Jörg Haider aufweist.

Hinter Herbert Haupt folgt auf Ranking-Position fünf mit Landeshauptmann Josef Pühringer bereits der erste Landespolitiker, der sich ob der Oberösterreichischen Landtagswahlen und der Debatte um die VOEST-Privatisierung noch vor seinen Amtskollegen Herwig van Staa (Rang 8), Erwin Pröll (Rang 10), Michael Häupl (Rang 13), Waltraud Klasnic (Rang 14) und Franz Schausberger (Rang 23) positionieren konnte. SPÖ-OÖ-Landeschef Erich Haider unterstreicht die mediale Präsenz der oberösterreichischen Landespolitik mit Rang 12 in der Jahresmedienpräsenz.

Mit 7.496 Nennungen belegt der in den heimischen Tageszeitungen meist präsente Oppositionspolitiker, SP-Parteivorsitzender Alfred Gusenbauer, Rang sechs im Top-30-Ranking. Die zweite Oppositionsspitze, Grünen-Chef Alexander Van der Bellen, rutscht in der Jahres-Reihung 2003 in das Mittelfeld auf Rang 17 ab.

Sind die medialen Kräfteverhältnisse der Parteichefs in Summe zum Teil stark unterschiedlich (circa 15.400 Nennungen Schüssel versus circa 2.400 Nennungen van der Bellen), zeigt der Jahresverlauf der Medienpräsenz der Parteichefs ähnliche thematische Zyklen: Top-Werte für die Parteichefs zu Beginn des Jahres (Jänner-Feber) sowie im Mai und im Herbst (September-Oktober 2003). Während der Jahresbeginn für die Parteichefs noch voll im Zeichen der Koalitionsverhandlungen und der Angelobung der Bundesregierung im Feber stand, brachte die Diskussion um die Pensionsreform samt Streiks das erste Sachthema im Mai in den Vordergrund.

Während FP-Chef Haupt im Herbst vor allem mit innerparteilichen Themen konfrontiert war (Obmanndebatte, FP-Personalrochaden und Klubklausur), konnte Alexander van der Bellen nach seiner Abstinenz von der medialen Bühne im September im Oktober voll mit der Koalition zwischen Volkspartei und Grünen in Oberösterreich punkten. Für Bundeskanzler Schüssel kristallisierten sich im Herbst neben den FP-Personaldebatten und dem Umbau des freiheitlichen Regierungsteams die Regierungskonferenz zur EU-Verfassung sowie das Konjunkturpaket als Katalysatoren für seine starke Medienpräsenz heraus. Mehr als die Hälfte (16 Personen) aller im Top-30-Ranking präsenten PolitikerInnen sind Vertreter der ÖVP, je fünf der FPÖ und SPÖ sowie zwei der Grünen; mit Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Bundespräsident Thomas Klestil (Ranking-Position 9) finden sich zwei parteilose Politiker im Jahres-Ranking 2003. Die ÖVP kann somit eine "absolute Mehrheit" im Jahrespräsenzranking von MediaWatch für sich verbuchen.

Mediawatch analysiert im Auftrag von APA OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen Neue Vorarlberger Tageszeitung, Neues Volksblatt, Vorarlberger Nachrichten, Wiener Zeitung, Salzburger Nachrichten, Oberösterreichische Nachrichten, Kärntner Tageszeitung, Wirtschaftsblatt, Tiroler Tageszeitung, Kleine Zeitung, Neue Kronen-Zeitung, Kurier, Die Presse, Der Standard. Dazu werden anlassbezogen (z.B. Wahlen) auch regionale Wochenzeitungen in die Analyse integriert. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

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