Gehrer: Trend zur Bildung hält an

Qualitätsoffensive für das Bildungswesen gut angelaufen

Wien (OTS) Eine positive Bilanz über das zu Ende gehende Kalenderjahr zog Bildungsministerin Elisabeth Gehrer: "Der Trend zur Bildung hält an". 1,2 Millionen Kinder und Jugendliche besuchen derzeit die Schule in Österreich. Die europaweit einzigartige Möglichkeit einer Berufsreifeprüfung wird von 7.000 Personen wahrgenommen. "Die Berufsreifeprüfung erweist sich als Erfolgsmodell und ist ein wichtiger Meilenstein für das österreichische Schulsystem, das sich durch Durchlässigkeit und Differenziertheit auszeichnet", so Gehrer. "Die Prinzipien von ‚Karriere durch Lehre’ und ‚Kein Abschluss ohne Anschluss’ werden in keinem anderen Land Europas so erfolgreich umgesetzt. Dies ist auch ein wichtiger Beitrag für die niedrige Jugendarbeitslosigkeit." An den Berufsbildenden Höheren Schulen gibt es 130.000 Ausbildungsplätze, mehr als 200.000 Personen studieren an den Universitäten und 21.000 an den Fachhochschulen, um 9.300 FH-Studiernende mehr als 2000". ****

Für die Schulen hat das Jahr 2003 den Beginn einer Qualitätsoffensive gebracht. "Ich habe im Frühling eine aus vier Bildungs- und Erziehungswissenschaftern bestehende Zukunftskommission eingesetzt. Diese hat ein Reformkonzept zur Qualitätssteigerung der Schule in Österreich ausgearbeitet", erklärte Gehrer. Das Reformkonzept wird nun auf der virtuellen Plattform www.klassezukunft.at und in regionalen Veranstaltungen diskutiert und wird 2004 die Grundlage für ein Qualitätsmemorandum darstellen. "Die Qualitätsdiskussion wird angenommen. Es sind bereits einige hundert ausführliche Stellungnahmen eingelangt, auf der Homepage wurden über 250.000 Zugriffe verzeichnet", stellte Gehrer fest.

Mit der Erarbeitung von Bildungsstandards wird ein erster konkreter Vorschlag der Zukunftskommission aufgegriffen. Bildungsstandards für die Nahtstellen werden derzeit ausgearbeitet und bis Sommer 2004 vorliegen. "Ich bin überzeugt, dass der hohe Standard des österreichischen Schulwesens, der durch viele internationale Studien und österreichweite Umfragen bestätigt wird, durch die Qualitätsoffensive weiter ausgebaut wird. Dies geht in erster Linie auf die gute Arbeit der engagierten Lehrerinnen und Lehrer zurück, denen ich für ihren Einsatz besonders danke", erklärte Gehrer.

Für die Universitäten stand das Jahr 2003 im Zeichen der Implementierung des UG 2002, das zu Beginn des neuen Jahres volle Wirksamkeit erlangt. "Die Universitäten haben das neue Universitätsgesetz mit viel Engagement umgesetzt", fasste Gehrer zusammen. Die Universitäten erhalten mehr Autonomie, neue Entscheidungsstrukturen, mehr Planungssicherheit und ein modernes Management. Im Dezember konstituierte sich mit dem Wissenschaftsrat ein international besetztes, hochrangiges Beratergremium für die langfristige Planung der Universitätslandschaft.

Die Fachhochschulen bieten heuer 136 Studiengänge an. Jeder vierte Studienanfänger beginnt ein Fachhochschulstudium. "Die Erfolgsgeschichte Fachhochschule hat sich auch 2003 fortgesetzt", zog Gehrer Bilanz. 10.000 haben bis zum Sommer 2003 ein Fachhochschul-Studium abgeschlossen. Eine vom Fachhochschulrat in Auftrag gegebene Studie zeigt die hohe Zufriedenheit der Absolventen auf. 80% würden ihr Studium wieder wählen, was im Vergleich zum europäischen Durchschnitt (65%) ein Spitzenwert ist.

Die Bundesregierung beschloss 2003 eine Forschungsoffensive, die Österreich zu einem der attraktivsten Forschungsstandorte der Welt macht. Bis 2006 investiert der Bund 1,2 Mrd. Euro zusätzlich in Forschung und Entwicklung. Weitere wichtige Maßnahmen stellen die Gründung einer Nationalstiftung für Forschung und die Anhebung des Forschungsfreibetrages auf 25% und der Forschungsprämie auf 8% dar.

Auch der Kulturbereich schließt das Jahr 2003 mit einer positiven Bilanz ab. "Mit der Überleitung des Naturhistorischen Museums in die volle Rechtsfähigkeit konnte das große Vorhaben der Einrichtung der Bundesmuseen als wissenschaftliche Anstalten abgeschlossen werden", erklärte Gehrer. Durch die Aufnahme der Region Fertö-Neusiedlersee und des historischen Zentrums von Wien in das Weltkulturerbe ist Österreich nun mit acht Welterbestätten in der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste vertreten. "Ein kultureller Höhepunkt des vergangenen Jahres war die Wiedereröffnung der Albertina nach mehreren Jahren der Schließung. Die grafische Sammlung ist restauriert und ausgebaut worden und spielt nun wieder in der ersten Liga der europäischen Museen mit", so Gehrer abschließend.

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