Neues Volksblatt" Kommentar: "Botschaft" (Von Walter Salzmann)

Ausgabe vom 2. Jänner 2004

Linz (OTS) - Die Sorge des Heiligen Vaters um die Zukunft dieser Erde ist zuvor kaum intensiver zum Ausdruck gekommen als in seiner diesjährigen Neujahrsansprache. Sein Appell zu Gunsten einer neuen Rechtsordnung unter Führung der Vereinten Nationen darf dabei sehr wohl als ernsthafte Kritik an einer Entwicklung gesehen werden, in der sich die einzig verbliebene Supermacht anschickt - aus welchen Interessen auch immer - ihre eigene Weltordnung zu installieren und dabei auch bereit ist, Kriege zu führen.
Johannes Paul II., dessen Lebenswerk nicht zuletzt am Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa zu messen ist, hat seiner Sorge um die Gefahr einer neuen, alleinigen Weltherrschaft durch die USA eine These entgegengestellt, die zunächst banal erscheinen mag. Seine Botschaft, dass nur eine Gesellschaft, in der die Liebe zum Durchbruch gelangt, letztlich Frieden schaffen und erhalten kann, ist dennoch die Grundvoraussetzung für eine Zukunft, die von weniger Leid, Tränen und Trauer für die gesamte Menschheit belastet ist. Es ist diesem Papst und uns zu wünschen, dass seine Appelle Früchte tragen.

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