Rauch-Kallat: Langzeitarbeitslosigkeit um 13 Prozent gesunken

Private Initiativen vor allem bei "schwer Vermittelbaren" wichtig

Wien, 2. Jänner 2003 (ÖVP-PK) "Obwohl die Langzeitarbeitslosigkeit in den letzten beiden Jahren, also in der ÖVP-FPÖ Regierung, um 13 Prozent gesunken ist und Österreich im EU-Vergleich am drittwenigsten Langzeitarbeitslose hat, ist die Zahl von 12.800 immer noch zu hoch", sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Generalsekretärin Abg. z. NR Maria Rauch-Kallat bei einer Pressekonferenz mit der Obfrau des "Vereins für Umwelt und Arbeit", Dr. Annemarie Graus-Göldner, in Wien. "Auch die Vermittlungsdauer von Arbeitslosen konnte in den letzten Jahren verringert werden. Diese ist in Österreich halb so lang wie in Deutschland", so Rauch-Kallat. ****

Langzeitarbeitslosigkeit sei ein Problem, das sich auf die gesamte Familie und selbstverständlich auch ganz massiv auf die Psyche des Betroffenen auswirke. "Eine der Ursachen für Langzeitarbeitslosigkeit ist natürlich auch die Arbeitslosigkeit selbst, denn in dieser Zeit und auch von den oft zahlreichen erfolglosen Versuchen, Arbeit zu finden, entsteht eine Spirale nach unten, die immer stärker auch das Selbstwertgefühl des Betroffenen schwächt, und damit auch die Chance auf Vermittlung wesentlich schmälert", so Rauch-Kallat.

Neben den Bemühungen des Arbeitsmarktservices seien vor allem bei Personen, die als "extrem schwer vermittelbar" eingestuft würden, Initiativen von Privatpersonen oder Vereinen ganz besonders zu begrüßen. "Eine derartige Initiative wurde vor mehr als fünf Jahren von Annemarie Graus-Göldner, Bezirksrätin im 3. Wiener Gemeindebezirk, gemeinsam mit dem Bezirksvorsteher des 4. Bezirkes begonnen", so Rauch-Kallat. Es hätten sich dann auch die Bezirksvorsteher zweier anderer Bezirke angeschlossen, die in den vier Bezirken sehr erfolgreich dreißig bis fünfzig Arbeitslose beschäftigen konnten. "Es ist der Initiative auch gelungen, ungefähr 30 Prozent dieser Personen dann zu einem Dauerarbeitsplatz zu verhelfen und wieder in die reguläre Arbeit zu integrieren", sagte die ÖVP-Generalsekretärin erfreut.

"Wir haben jungen Menschen den ersten Job geboten, wir haben über 50jährige beschäftigt, die aus der Arbeitswelt herauskatapultiert worden sind und am Sinn des Lebens gezweifelt haben", berichtete Annemarie Graus-Göldner von ihren Erfahrungen bei dem fünfjährigen Projekt, das im Herbst an die Wiener Caritas übergeben wurde. "Das wichtigste ist, das Selbstwertgefühl der Menschen, die lang arbeitslos waren, wieder zu heben. Menschen haben Probleme, aber das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Wer wieder Arbeit findet, findet dadurch auch die soziale Anerkennung wieder, und dies ist der erste wichtige Schritt zurück in die Arbeitswelt", schloss Graus-Göldner.

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