"Kleine Zeitung" Kommentar: "Warnung" (von Erwin Zankel)

Ausgabe vom 02.01.2003

Graz (OTS) - Was wird das neue Jahr bringen? Kriege und Krisen?
Oder Frieden und Wohlstand?

Die Hoffnung lebt, aber die Aussichten sind trübe.

Düster ist vor allem der Blick zum großen Nachbarn. Österreich ist wirtschaftlich von der Entwicklung in Deutschland abhängig, die zu wachsender Sorge Anlass gibt.

Dort flüchtet man sich in bitteren Galgenhumor, wenn man die Lage als "durchschnittlich" bezeichnet: Es gehe schlechter als gestern, aber besser als morgen.

Es ist die wie eine Seuche um sich greifende Stimmung der Mutlosigkeit, die bestürzt. Deutschland, bisher ein vor Kraft und Zuversicht strotzender Riese, wirkt plötzlich von Resignation wie gelähmt.

Die Mieselsüchtigkeit wurde durch die Politik verstärkt. Die heile Welt, die vor dem Urnengang vorgegaukelt worden war, stürzte nach den Wahlen krachend ein. Das Volk fühlte sich von der Regierung belogen und betrogen und reagierte mit Wut und Spott.

Ein abschreckendes Beispiel. Österreich braucht rasch eine handlungsfähige Regierung, die von Reformen nicht nur redet, sondern sie auch umsetzt. Sonst droht Wolfgang Schüssel das Schicksal von Gerhard Schröder. ****

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