Waneck: Dorner liefert falsches Rezept für Patienten und Ärzte

OGM-Umfrage bestätigt weite Teile des Regierungskurses

Wien, 2002-01-03 (BMSG) - "Das von Wiens Ärztekammerchef Dorner vorgestellte Rezept zur Finanzierung des Gesundheitssystems ist illusorisch", kommentierte FP-Staatssekretär Univ. Prof. Dr. Reinhart Waneck die heute vorgestellte OGM-Umfrage zur Patientenzufriedenheit. "Eine Beitragserhöhung würde für Wien überhaupt nichts bringen. Was hilft ist eine vernünftige Umstrukturierung wie sie die Bundesregierung derzeit durchführt." ****

"Eine Belastung der Patienten findet nicht statt, auch wenn Dorner nicht müde wird das zu behaupten. Wir sparen bei der Verwaltung. Unsolidarische Maßnahmen wie Beitragserhöhungen, Deckelungen oder Leistungskürzungen werden abgelehnt", betonte Waneck. "Während in anderen Bundesländer die gemeinsamen Bemühungen von Ärzten, Apothekern und Pharma zu für Patienten ausgesprochen positiven Ergebnissen geführt haben, war Dorner bislang nicht in der Lage als Ärztekammerchef von Wien, Ähnliches auch nur annähernd zu erreichen", kritisierte Waneck. Es sei nicht einzusehen, warum etwa bei der EDV-Umstellung der Wiener Arztpraxen derartiger Widerstand geleistet werde, gehe es doch um eine Vereinfachung und letztendlich eine Verbilligung für die Wiener Patienten, so Waneck.

Als erfreulich bezeichnete Waneck die Zustimmung der Wienerinnen und Wiener zum Kurs der Regierung bei den Krankenkassen Rationalisierungsmaßnahmen zu setzen und bei Medikamentenkosten einzusparen. Dies zeige, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wenn sich alle im Gesundheitssystem Beteiligten, also auch die Wiener Ärztekammer, entschließen könnten solidarisch mitzusparen, dann sei die Versorgung der Patienten langfristig gesichert, betonte Waneck.

"Hätte Dorner mit seiner Wiener Ärztekammer bereits vor einem Jahr begonnen bei der Reform des Gesundheitswesens mitzuarbeiten, müsste er sich jetzt nicht vor den anstehenden Verhandlungen mit der Krankenkasse fürchten. So laufen die Wiener Ärzte wieder einmal Gefahr, "dank" Dorner um den Inflationsausgleich ihrer Honorare gebracht zu werden. Der Wiener Ärztekammerchef hätte sich längst bei seinen steirischen und oberösterreichischen Kollegen erkundigen können, anstatt jetzt die Flucht nach vorne anzutreten und damit die Patienten massiv zu verunsichern", schloss Waneck. (Schluss) bxf mg

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