Greenpeace: Völliger Zusammenbruch der österreichischen Anti- Atompolitik Utl = Österreichischer Anit-Atom-Kurs Gipfel der Scheinheiligkeit

Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace wirft Wirtschaftsminister Bartenstein klares Versagen im Kampf gegen unsichere Atomkraftwerke vor. "Das Importverbot für Strom aus der Slowakei, Slowenien, Polen und Ungarn aufzuheben ist der Gipfel der Scheinheiligkeit," so Bernhard Drumel, Greenpeace-Geschäftsführer. "Das ist ein verfrühter Aprilscherz, der alle Atom-Gegner für dumm verkauft!"

Die Begründung für die Aufhebung der Stromimporte aus Mochovce, Bohunice, Paks und Krsko ist laut e-control der Abschluss der Energiekapitel mit diesen "ehemaligen" Beitrittskandidaten. "Die Regierung hat andauernd betont, dass der vorläufige Abschluss des Energiekapitels irrelevant ist," ärgert sich Drumel. "Sobald aber aus wirtschaftlichen Interessen die Schleuse für Atomstromimporte nach Österreich geöffnet werden soll, kommt ein abgeschlossenes Energiekapitel plötzlich einem Beitritt gleich". Für Tschechien und für den Pannenreaktor Temelín gilt die Aufhebung des Importverbots laut e-control nicht, eine Position, die für Greenpeace in keiner Weise nachvollziehbar ist.

Ob nun in österreichischen Haushalten Atomstrom verwendet wird, geht aus der Stromrechnung hervor: Greenpeace warnt die Stromkunden ausdrücklich davor, vorschnell neue Verträge abzuschließen und so vielleicht Atomkraftwerke über die Stromrechnung mit zu finanzieren. Die Umweltorganisation empfiehlt den Österreichern, bei einem Wechsel des Stromanbieters darauf zu achten, dass dieser garantiert atomstromfreie Energie anbietet. Greenpeace bietet Informationen über Ökostromanbieter und über die Atomstromanteile der Stromfirmen auf der Homepage an
(http://www.greenpeace.at/umweltwissen/atom/pdffiles/Strombezuege.pdf
).

Wirtschaftsminister Bartenstein verstößt nach Ansicht von Greenpeace klar gegen das österreichische Elektrizitätswirtschafts-und
Organisationsgesetz (ElWOG). Mit seinem Weisungsrecht hätte der Wirtschaftsminister jederzeit die Länderliste beeinflussen können.

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