AK will mehr Schutz für Arbeitnehmer vor gefährlichen Arbeitsstoffen

Strengere Grenzwerte sollen weiter gelten

Wien (AK) - Mehr Schutz für die Arbeitnehmer vor gesundheitsgefährdenden oder krebserregenden Arbeitsstoffen fordert die AK von Arbeitsminister Bartenstein. Bisher war es jahrelange Praxis, dass die strengen Grenzwerte Deutschlands auch in Österreich gelten. Teile der Wirtschaft wollen jetzt aber, dass in Österreich nur noch EU-weite Mindeststandards anerkannt werden. "In der EU gibt es aber nur für sehr wenige gesundheitsgefährdende Arbeitsstoffe Grenzwerte", sagt Alexander Heider, Leiter der Abteilung Arbeitnehmerschutz der AK, "wir wollen mehr als bloße Mindeststandards." Die AK fordert daher vom Arbeitsminister, dass er die bisherige Regelung "für mehr Schutz für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer" beibehält. ****

In den letzten fünf Jahren brachte die Forschung neue wissenschaftliche Erkenntnisse über das gesundheitliche Gefährdungspotenzial von zahlreichen Arbeitsstoffen hervor. Deshalb stehen jetzt in Österreich 56 Neuaufnahmen oder Verringerungen von Grenzwerten für gesundheitsgefährdende Arbeitsstoffe zur Debatte, die in Ländern wie Deutschland schon längst geregelt sind. Beispielsweise können Walzasphaltdämpfe oder Emissionen von Dieselmotoren Krebs erzeugen. "Wir wollen, dass diese neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse weiterhin auch in Österreich umgesetzt werden", sagt Heider, "das verlangt auch das geltende Arbeitnehmerschutzgesetz." Die AK tritt daher dafür ein, dass die strengeren Grenzwerte weiterhin übernommen werden, weil das der aktuellste Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis ist. "Der Arbeitsminister muss in diesem Sinn entscheiden", sagt Heider, "die Gesundheit der österreichischen Arbeitnehmer darf nicht weniger wert sein, als die der deutschen Arbeitnehmer."

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