LR Plank zu BSE-Tests

Land finanziert Kosten vor

St.Pölten (NLK) - Das Land Niederösterreich wird angesichts der angespannten Situation bei Schlachtungen älterer Rinder die Kosten für die seit 1. Jänner vorgeschriebenen Laborkosten der BSE-Tests für Tiere über 30 Monate vorerst bis Ende Jänner vorfinanzieren, die nach Meinung der Länder der Bund zu tragen hätte. Dies kündigte heute Landesrat Josef Plank an. Mit dieser Maßnahme soll Bewegung in den stockenden Rinderabsatz gebracht werden. Nunmehr besteht kein Grund mehr, dass seitens der Schlachtbetriebe keine Rinder mehr angenommen werden.

Plank geht davon aus, dass ältere Rinder, die überwiegend bei Bergbauern stehen, von den Schlachtbetrieben wieder angenommen werden.

Die Kosten für das Land werden bei geschätzten 3.500 Schlachtungen bis Ende Jänner 5,2 Millionen Schilling betragen. Die Vorfinanzierung wird notwendig, da erst in der kommenden Woche Gespräche über ein Finanzierungsmodell seitens des Bundes vorgesehen sind. Ein Termin dafür steht derzeit noch nicht fest. Plank unterstreicht die Notwendigkeit eines langfristigen, breiten Finanzierungsmodells für diese wichtige Maßnahme der Gesundheitsvorsorge.

Der NÖ Landesrat kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die Bundesanstalten als Monopolbetriebe hohe Kosten für den BSE-Test, die in Österreich 1.500 Schilling betragen, in Rechnung stellen. In Deutschland liegen die Kosten für den selben Test bei umgerechnet ca. 900 Schilling. Plank: "Das ist überhaupt nicht einzusehen. Auch hier besteht Handlungsbedarf seitens des Bundes, damit in den Bundesanstalten Kosteneffizienz gewährleistet ist. Sonst müssten alternative Untersuchungsmöglichkeiten bei geeigneten privaten Labors oder im Ausland wahrgenommen werden. Die Vorfinanzierung soll weiteren Schaden, der bei älteren Rindern durch die Marktsituation eingetreten ist, verhindern."

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