Spitäler: Kosten für In-vitro-Fertilisation gesetzlich fixiert

Wien, (OTS) Künstliche Befruchtung ist in Österreich seit Anfang 2000 sozusagen "auf Krankenschein" möglich. 70 Prozent der Kosten für die In-vitro-Fertilisation werden unter bestimmten Voraussetzungen (vier Versuche, künftige Mutter nicht älter als 40 Jahre, Vater nicht über 50 Jahre alt) von einem eigenen Fonds, dem IVF-Fonds, übernommen. 30 Prozent der Aufwendungen übernehmen die Paare selbst. Die Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung müssen dabei durch Krankenanstalten durchgeführt werden, die einen
Vertrag mit dem Fonds abgeschlossen haben.

In Wien gibt es in zwei städtischen Spitälern, im AKH und im Krankenhaus Lainz, die entsprechende Möglichkeit der In-vitro-Fertilisation. Mit Kundmachung der Wiener Landesregierung wurden
nun auch die Ambulatoriumsbeiträge für die Durchführung der künstlichen Befruchtung in den Wiener städtischen Krankenanstalten festgesetzt. Die Kosten für Untersuchungen und Behandlungen, wie sie nun auch im Landesgesetzblatt 69/2000 veröffentlicht wurden, machen bei Kostentragung durch den IVF-Fonds pro In-vitro-Fertilisationsversuch 19.000 ATS (ab 1.Jänner 2002 1 380,78 Euro) aus, für jeden IVF-Versuch nach der ICSI-Methode 22.500 ATS (1 635,14 Euro), dazu können noch die Kosten einer eventuell nötigen Vollnarkose kommen. Werden Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung vorgenommen, ohne dass der IVF-Fonds finanziell einspringt,
erhöhen sich die Ambulatoriumsbeiträge um rund 11 Prozent.****

Die Kundmachung der Wiener Landesregierung betreffend die Festsetzung von Ambulatoriumsbeiträgen für die Durchführung der In-vitro-Fertilisation in den Wiener städtischen Krankenanstalten ist bereits in Kraft. Rechtlich zuständig ist die MA-K, Magistratsabteilung für Krankenanstaltenfinanzierung, Wiener Krankenanstaltenfinanzierungsfonds.

Das Landesgesetzblatt LGBl mit dem Text der Kundmachung
erhält man auf folgenden Wegen:

o Zusendungen des LGBl sind über den Presse- und

Informationsdienst, Rathaus, 1082 Wien, möglich: telefonisch unter Telefon 4000/81026 Durchwahl, über E-Mail unter pro@m53.magwien.gv.at (die Zusendung per Mail ist allerdings derzeit noch nicht möglich), über Fax unter 4000/99/81026 (Fax -Zusendung bei Gesetzesblättern kleineren Umfangs möglich). Kosten entstehen erst bei umfangreicheren Mengen, ab 70 Blatt
pro Bestellung bzw. 10 einzelnen LGBl sind pauschal 350 ATS (entspricht dem Abonnementpreis) zu bezahlen.

o Das LGBl kann man auch direkt in der MA 6-Drucksortenstelle der

Stadthauptkasse, Rathaus, Stiege 7, Hochparterre, Tür 103 holen. Kosten auch hier: bei größeren Mengen (70 Blatt bzw. 10 einzelne LGBl) 350 ATS, darunter unentgeltlich.

Die vollständigen Texte der Wiener Landesgesetze und Verordnungen finden interessierte BürgerInnen im Internet, unter wien.online www.wien.at/, im Wiener Rechtsinformationssystem WRI (www.wien.at/mdva/wrivts/). Hier ist jeweils etwa vier Wochen nach Erscheinen eines neuen Landesgesetzblattes auch der komplette neue Gesetzestext samt Änderungen enthalten. (Schluss) hrs

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Helga Ruzicka-Stanzel
Tel.: 4000/81 856
e-mail: ruz@m53.magwien.gv.atPID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK