- Lohner will Hackl als Nachfolger

- "Werde alles in meiner Macht Stehende tun" - neue "Josefstadt"-Struktur spätestens Februar Vorausmeldung zu NEWS 1/01 v. 3.01.2001

Wien (OTS) - Helmuth Lohner, "Josefstadt"-Direktor mit
Vertragsende Sommer 2002, nennt erstmals einen konkreten Namen für seine Nachfolge. In der Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Wochenmagazins NEWS plädiert er für den Wiener Schauspieler, Regisseur, Hochschulprofessor und gelernten Betriebswirt Karlheinz Hackl, 51. Lohner zu NEWS: "Ich wünsche mir Karlheinz Hackl als Nachfolger. Ich weiß keinen anderen, der in Frage käme. Und ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, dass er es wird."

Laut NEWS-Information hat Lohner seinen Wunsch schon bei entscheidungsbefugten Politikern vorgelegt und dabei auch im Namen der derzeitigen Eigentümer der Josefstadt-G.m.b.H. gesprochen. Auch ein Großteil des Ensembles und des Vereins der Freunde des Theaters in der Josefstadt stehe hinter Hackl, berichtet NEWS:

Nach Lohners Wunsch soll der neue Mann am 1. September 2002 antreten. Da die Einarbeitungs- und Planungszeit für die Saison 2002/2003 allerdings schon knapp wird, hat sich Lohner notfalls zu einem Übergangsjahr bereit erklärt. Er hofft im NEWS-Gespräch, es nicht zu benötigen: "Sowie der Nachfolger bestellt ist, bekommt er ein Büro, und ich plane meine letzten beiden Premieren mit ihm, damit er im Herbst 2002 mit etwas Eigenem anfangen kann."

Wie NEWS berichtet, wird spätestens im Februar die neue Eigentümerstruktur stehen. Aus der G.m.b.H. wird eine Stiftung, deren Struktur der von Morak in die "Josefstadt" entsandte Buchprüfer Christian Pultar erstellt hat.

- Die Entscheidungen trifft der dreiköpfige Stiftungsvorstand. Den Vorsitz übernimmt ein Spitzenbeamter des Kulturamts der Stadt, den Vizevorsitz einer aus dem Staatssekretariat. Dazu kommt nach derzeitigem Stand Bank-Austria-Direktor Feuchtmüller für den Verein der "Josefstadt"-Freunde. Womit auch Hauptgläubiger BA im Vorstand sitzt.

- Im neunköpfigen Beirat amtieren neben zwei Bezirksvertretern und einem "Josefstadt"-Freund je drei Vertreter von Stadt (Vorsitz) und Bund (Vizevorsitz): vermutlich jeweils eine verdiente Kunstpersönlichkeit (z. B. aus dem Kreis der derzeitigen Eigentümer, die ja ihre Anteile in die Stiftung einbringen müssen), ein kunstsinniger Finanzmann und ein Beamter.

- Die Stadt hat auch den Vorsitz im sechsköpfigen Aufsichtsrat. Der sich aus Mitgliedern des Vorstandes und des Beirats formiert und je zwei Vertreter von Stadt und Bund, einen "Josefstadt"-Freund und möglicherweise Helmuth Lohner umfassen wird.

Hackl selbst erklärt: "Mit mir hat niemand gesprochen, und ich habe mich nie um etwas beworben."

Die Entscheidung über den Lohner-Nachfolger soll nach der Wiener Wahl fallen.

Mittlerweile werden auch erste Erfolge der "Josefstadt"-Sanierung gemeldet: Laut NEWS hat das Haus im Jahr 2000 gegenüber 1999 mehr als 20 Millionen eingespart und meldet ein ausgeglichenes Betriebsergebnis.

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