Ö3-Geisterfahrerstatistik 2000 (Geisterfahrermeldungen: 1.1.2000 - 31.12.2000)

Wien (OTS) - Erstmals wurden im Hitradio Ö3 in einem Jahr mehr als 500 Geisterfahrer gemeldet. Der Rekord aus dem Vorjahr wurde um knapp 9 % übertroffen. Sechs Geisterfahrer an einem Tag - dieser Spitzenwert aus dem Vorjahr wurde 2000 zwar nicht überboten, allerdings dreimal eingestellt, davon gleich zweimal im Juli. Das gefährlichste Autobahnteilstück im Jahr 2000 war der Kärntner Wörtherseeabschnitt auf der Südautobahn mit insgesamt 28 Meldungen. ****

Bundesländer

Die Steiermark und neuerdings Niederösterreich liegen ex aequo an der Spitze in der Bundesländerstatistik (89), gefolgt mit etwas Abstand von Kärnten (82) und Oberösterreich (80).

In der Steiermark (89) hat sich also die Anzahl der Geisterfahrer gegenüber 1999 (114) deutlich reduziert und zwar um 22%.
Zu einer Reduktion kam es auch in Wien um 30% (Geisterfahrermeldungen: 2000: 17; 1999: 23) und in Salzburg um 21% (Geisterfahrermeldungen: 2000: 41; 1999:52).
Stark zugenommen hingegen haben die Geisterfahrten in Tirol von 47 (1999) auf 71 (2000) Meldungen - um somit 51%.

Deutlich mehr Geisterfahrten als 1999 gab es auch in Kärnten (2000:
82; 1999: 56), und in Oberösterreich (2000: 80; 1999: 52).
Exakt oder nahezu gleich geblieben sind die Zahlen in Niederösterreich (2000: 89; 1999: 84), Vorarlberg (2000: 19; 1999:
19) und im Burgenland (2000: 13; 1999: 14).

Wochentage

Das Wochenende - und hier vor allem der Sonntag - bleibt die gefährlichste Zeit in der Woche auf Österreichs Autobahnen. Mit 95 Geisterfahrten am Sonntag wurde der Vorjahrswert (82) sogar klar übertroffen. Mit großem Abstand an zweiter Stelle liegt der Samstag (82) gefolgt vom Dienstag (73).
1999 lag noch der Freitag auf Rang 2 (2000: 71; 1999: 81).
Die wenigsten Geisterfahrer gab es wie im Vorjahr an Montagen (2000:57; 1999:53).

Monate

Der Juli ist und bleibt der Monat mit den meisten Geisterfahrten, wobei mit 60 Meldungen der Rekordwert aus dem Vorjahr (55) sogar noch klar übertroffen wurde. Damit gab es im Juli im Schnitt jeden Tag zwei Geisterfahrer. Aber auch der August war mit 58 Meldungen ein extrem starker Monat. Der Sommer war somit eindeutig die stärkste Jahreszeit. Die wenigsten Geisterfahrten gab es wie im Vorjahr im Februar (2000: 24; 1999:29).

Stunden / Tageszeit

Auch im Jahr 2000 lagen die Schwerpunkte der Geisterfahrten am Vormittag und am Abend. Die stärksten Stunden waren jene von 9:00 bis 10:00 bzw. von 21:00 bis 22:00 (jew. 31).
In den Nachtstunden von 0:00 bis 6:00 ist die Anzahl (79) gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich geblieben.(1999: 76)

Straßen

Die Südautobahn vor der Tauernautobahn und der Westautobahn - keine Veränderung gab es an der Reihenfolge der Autobahnen mit den meisten Geisterfahrern. Während jedoch die Zahlen auf der A10 (59) und der A1 (55) gegenüber 1999 nahezu gleich blieben, sind die Geisterfahrten auf der A2 geradezu "explodiert". 103 mal Geisterfahreralarm auf der längsten Autobahn Österreichs, der Südautobahn, bedeuten nicht nur erstmals ein dreistelliges Ergebnis, sondern gegenüber 1999 (82) ein Plus von 25%!
Gemessen an ihrer Gesamtlänge gibt es jedoch einen anderen, klaren Spitzenreiter - die Brennerautobahn in Tirol (siehe auch "gefährlichste Teilstücke"). Auf der A13, deren Länge etwa nur ein Zehntel jener der Südautobahn beträgt, gab es 29 mal Geisterfahreralarm, davon 27 mal im Raum Innsbruck. Auf keiner anderen Autobahn gab es soviele Geisterfahrer pro Baukilometer.

Weitere interessante Details: Jene Straße mit den wenigsten Geisterfahrern war im vergangenen Jahr die S16, die Arlbergschnellstraße mit nur einer Meldung. Auf der S31, der Burgenlandschnellstraße hingegen, wo es 1999 keinen einzigen Geisterfahrer gab, musste 2000 gleich 7 mal Alarm geschlagen werden.

Die gefährlichsten Teilstücke

Das gefährlichste Autobahnteilstück im Jahr 2000 war der Kärntner Wörtherseeabschnitt auf der Südautobahn mit insgesamt 28 Meldungen, gefolgt vom nur 19 km langen Abschnitt auf der A13, der Brennerautobahn zwischen Matrei und dem Knoten Innsbruck. Alleine von hier wurden 27 Geisterfahrer gemeldet. Mit großem Abstand auf Rang drei liegen ex aequo der Spitzenreiter des Vorjahres, die Tauernautobahn im Pongau (Flachau-Paß Lueg), die Südautobahn im Raum Wr. Neustadt und die Westautobahn im Großraum Linz mit jeweils 19 Geisterfahrermeldungen.

Im Vergleich zu 1999 am stärksten zugelegt haben also von den Spitzenreitern die A13 im Raum Innsbruck und die A1 im Raum Linz, aber auch die A12 im Tiroler Oberland (von 7 auf 17) und die A10 im Raum Villach (von 11 auf 17).
Zu einer positiven Entwicklung gegenüber 1999 kam es hingegen vor allem auf der S6 im steirischen Abschnitt (von 20 auf 13), auf der A2 im Raum Graz (von 19 auf 13).

Tagesrekorde

Sechs Geisterfahrer an einem Tag - dieser Spitzenwert aus dem Vorjahr wurde 2000 zwar nicht überboten, allerdings dreimal eingestellt, davon gleich zweimal im Juli. Die genauen Daten: 2.7., 8.7. und 4.8.2000.

Unfallbilanz

7 Tote - so lautet die traurige Jahresbilanz nach Unfällen, an denen Geisterfahrer beteiligt waren. Die schwersten Unfälle ereigneten sich am 16.1. in Oberösterreich auf der Mühlkreisautobahn bei Treffling und am 12.9. auf der Westautobahn bei Salzburg mit jeweils zwei Todesopfern.
1999 waren 12 Menschen bei Geisterfahrerunfällen ums Leben gekommen, das sind fast doppelt so viele wie im Jahr 2000.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 01/36069/19120Ö3 Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HOA/HOA