Innenministerium: 959 Verkehrstote im Jahr 2000

Strasser: Verkehrsteilnehmer nicht schikanieren sondern punktgenau kontrollieren

Wien (OTS) - Das Bundesministerium für Inneres gibt für das Jahr 2000 auf Grund der Berichte der Bundesgendarmerie und Bundespolizei über das vorläufige Unfallgeschehen mit tödlichem Ausgang auf dem österreichischen Bundesgebiet - im Vergleich zu den endgültigen Ergebnissen des Vorjahres - bekannt, dass es im abgelaufenen Jahr auf den öffentlichen Strassen Österreichs zu 873 tödlichen Unfällen mit 959 Verkehrstoten kam.

Dieses vorläufige Ergebnis bedeutet nicht nur einen Rückgang von 120 Opfern oder 11,1 % gegenüber dem Vorjahr, sondern auch die bisher absolut geringste Zahl seit fast 50 Jahren (1951) und zum zweiten Mal nach 1998 weniger als 1000 Verkehrstote.

Nach Bundesländern aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild:

Burgenland 48 Verkehrstote (1999: 42), Kärnten 67 (75), Niederösterreich 296 (278), Oberösterreich 159 (208), Salzburg 58 (101), Steiermark 157 (197), Tirol 103 (83), Vorarlberg 38 (35) und Wien 33 (60).

Angesichts dieses positiven Rückganges bei den Verkehrsopfern sprach sich Innenminister Dr. Ernst Strasser erneut für ein sinnvolles Miteinander im Kampf gegen den Tod auf der Strasse und gegen unüberlegte Einzelmassnahmen oder gegenseitige Schuldzuweisungen aus.

"Wir brauchen ein sinnvolles Nebeneinander aus Aufklärung, Vorbeugung und entsprechenden Kontrollen. Aufgabe der Exekutive ist es, die überwiegend vernünftigen Verkehrsteilnehmer nicht zu schikanieren, sondern punktgenau zu kontrollieren, damit unverbesserliche Alkoraser zur Verantwortung gezogen werden. Hier sind wir im abgelaufenen Jahr wieder ein Stück weitergekommen", so Strasser.

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen im Jahr 2000 verloren 540 PKW-Insassen, 29 Lkw-Insassen, 113 Motorrad-Fahrer, 12 Autobus-Insassen, 41 Moped-Fahrer, 61 Radfahrer, 137 Fußgänger und 26 Sonstige (Traktor-Lenker, etc.) ihr Leben.

Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mussten nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (36,3 %), Vorrangverletzung (11,8 %), Überholen (10,5 %), Unachtsamkeit/Ablenkung (9,4 %), Übermüdung (5,2 %), Herz-/Kreislaufversagen (2,4 %) und Fehlverhalten von Fußgängern (4,4 %) festgestellt werden.

Bei 15 Geisterfahrerunfällen im Jahr 2000 (davon 9 mit Personenschaden) verunglückten 7 Menschen tödlich.

Alkoholisierung war bei 5,5 % aller tödlichen Unfälle Mitursache.

99 Fußgänger und 17 Radfahrer kamen durch Fremdverschulden ums Leben.

132 tödlich verletzte Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet, 7 verunglückte Lenker/Mitfahrer von einspurigen KFZ trugen keinen Sturzhelm.

12 Lenker begingen bei tödlichen Unfällen Fahrerflucht, 13 hatten keine Lenkberechtigung.

Von besonderer Bedeutung ist für Strasser aber auch die Bewusstseinsbildung. In diesem Zusammenhang dankt der Innenminister den Autofahrerklubs, dem Kuratorium für Verkehrssicherheit oder den Medien, die gerade im Laufe des vergangenen Jahres viel für Aufklärung und Vorbeugung getan hätten

"Mein Dank gilt aber auch jenem überwiegenden Teil der Verkehrsteilnehmer, die durch eine vorausschauende, vernünftige und der Situation angepasste Fahrweise für mehr Sicherheit auf Österreichs Strassen sorgen", so Strasser, "Jene, die hingegen rücksichtslos rasen, unüberlegt überholen oder betrunken fahren, werden konsequent zur Verantwortung gezogen".

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