OTS0034   26. März 2000, 10:55

Jahrmann: IFES-Studie beweist: Bevölkerung will keine Studiengebühren

Ablehnung geht quer durch alle Bevölkerungsschichten


Eine von der Arbeiterkammer Wien beim Institut für empirische Sozialforschung (IFES) in Auftrag gegebene bundesweite und somit repräsentative Umfrage über die Einführung von Studiengebühren hat ein klares Resultat gebracht: 62 % der Gesamtbevölkerung sind demnach gegen Studiengebühren, 35 % dafür und 3 % hatten dazu keine Meinung. Besonders hoch ist die Ablehnung mit 79 % bei Eltern, deren Kinder Schulen der Oberstufe besuchen. "Diese IFES-Studie untermauert, was wir Sozialdemokraten seit geraumer Zeit fordern - nämlich Hände weg von Studiengebühren”, so SP-LAbg. Josef Jahrmann.****

Wenn es nach dem blauschwarzen Regierungspakt geht, sollen die Universitäten und Fachhochschulen ausgegliedert werden und dementsprechend privat finanziert werden. Dies allerdings würde auch mit der Einführung von Studiengebühren Hand in Hand gehen. "Das blauschwarze Vorhaben hätte weitreichende Folgen und brächte enorme Veränderungen für unser Bildungssystem. Kurz um würde man ein Bildungssystem total umkrempeln, das sich bisher so gut bewährt hat und wofür wir auf der ganzen Welt beneidet werden. Es wäre sogar ein Rückschritt, denn die Einführung einer Studiengebühr würde bedeuten, dass wir wieder dort angelangt sind, wo wir uns hinsichtlich der Bildung vor rund 40 Jahren befunden haben: Studieren bleibt den Sprößlingen der reichen Bevölkerungsschicht vorenthalten! Das wäre der direkte Schritt in die Zwei-Klassen-Bildungsgesellschaft! Für uns Sozialdemokraten ist eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bei der Bildung ausgeschlossen und wir werden uns daher auch weiterhin entschieden gegen die Einführung von Studiengebühren stark machen,” weist der Melker SP-Abg. Jahrmann auf die ernstzunehmende Entwicklung hin. (Schluss) as/fa

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