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"Neue Kärntner Tageszeitung"" Kommentar: Wahlen und mitentscheiden Ausgabe vom 5. 1.2000 Klagenfurt (OTS) - Wieder einmal wird über die Senkung des Wahlalters diskutiert. Ein Vorstoß, mit dem dereinst der frühere SP-Landesvorsitzende Michael Ausserwinkler scheiterte. Er wollte das Wahlalter auf 16 Jahre senken. Die ÖVP und auch SP-Kanzler Franz Vranitzky waren damals dagegen. Nun fordert die Kinder- und Jugendanwaltschaft gar eine Senkung auf 14 Jahre. Unterstützung findet sie unter anderen beim Grünen Christoph Chorherr, der meint, es sei ,,nicht einzusehen, dass gerade jene Menschen, die die heute getroffenen Entscheidungen später zu tragen haben, von der Willensbildung ausgeschlssen werden"". Ein Einwand, dem man durchaus zustimmen kann. Auch dem Argument Ausserwinklers, dass dies eine gute Möglichkeit sei, die Jugend in Entscheidungen mit einzubinden - eine Jugend, die heute schon sehr früh sehr gut informiert ist und ihre eigenen Entscheidungen trifft. Nicht von der Hand zu weisen sind aber auch die Einwände der Gegner -dass Demokratie stufenweise gelernt werden müsse und dass die politische Bildung noch bei weitem zu gering sei. Gerade hier könnte aber auch angesetzt werden. Indem Kinder und Jugendliche dort, wo ihre ureigensten interessen betroffen sind, als Experten eingebunden werden. Indem man sie als Partner ernst nimmt und sie nicht gezwungen sind, das zu ,,fressen"", was die Erwachsenen über ihre Köpfe hinweg entschieden haben. Dabei könnten Jugendliche lernen, wie politische Entscheidungsfindung funktioniert und, dass Politik nichts Elitäres ist, sondern ein Sache ist, die alle angeht.

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