Mehrweg statt Einweg beim Getränkekauf

Sobotka: Einweg-Gebinde vergrößern den Müllberg

St.Pölten (NLK) - "Beim Einkauf von Getränken womöglich die Mehrwegglasflasche bevorzugen und die eingeführten Mehrwegverpackungssysteme nutzen, denn Einweg-Gebinde vergrößern nur den Müllberg", appelliert Umwelt-Landesrat Wolfgang Sobotka. Dabei ist die "regionale Kreislaufwirtschaft" ein wesentlicher Punkt umweltpolitischen Denkens, da kurze Transportwege Umweltbelastungen vermeiden helfen.

"In eine Bierflasche passt sechzigmal soviel wie in eine Halbliter-Dose", so Sobotka weiter. "Die Euro-Bierflasche kann nämlich im Durchschnitt sechzigmal wiederbefüllt werden, die 60 Halbliter-Alu/Weißblechdosen oder die entsprechenden 90 Dosen mit je 0,33 Liter müssen jedoch nach dem Genuss entsorgt werden. Würde die derzeit in Österreich im Mehrweg angebotene Getränkemenge nur noch im Einwegsystem vertrieben, würde sich der Restmüll in Österreich nach dem Gewicht um 8 bzw. nach dem Volumen um 14 Prozent erhöhen."

Bezogen auf je einen Liter lässt sich der Energieverbrauch wie folgt vergleichen: Mit der Produktionsenergie für eine 1 Liter-Mehrweg-Pfandflasche kann man 17 Minuten fernsehen, bei einer 1 Liter-Einweg-Glasflasche erhöht sich diese Dauer auf 139 Minuten. Mit der Produktionsenergie für ein 1 Liter-Weißblechvolumen wiederum kann man 178 Minuten fernsehen, bei einer 1 Liter-Aluminiumdose sind es sogar 362 Minuten.

Altglas hingegen ersetzt als Sekundärrohstoff bei der Glaserzeugung bis zu 85 Prozent der Primärrohstoffe, die der Natur entzogen werden müssten. Eine Weißglasflasche besteht zu ca. 60 Prozent aus Altglas, Grünglas bis zu 100 Prozent. Das Altglassammelsystem zählt zu den dichtesten in ganz Europa. Der NÖ Abfallwirtschaftsbericht für das Jahr 1998 weist eine Menge von rund 31.000 Tonnen gesammelten Altglases aus, das heißt, jeder Niederösterreicher hat (berücksichtigt man nur die Hauptwohnsitze) 20,2 Kilogramm Altglas gesammelt.

Nähere Informationen beim NÖ Abfalltelefon unter der Telefonnummer 02742/200-5214.

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