Vorausmeldung zu GEWINN 1/2000

Erscheinungstermin 5.Jänner 2000

Wien (OTS) - Die Wunschregierung der Manager:
Leitl und van der Bellen in die Regierung

Über alle Parteigrenzen hinweg haben die heimischen
Topmanager im Rahmen der regelmäßigen Monitoring-Befragung des Wirtschaftsforums der Führungskräfte, der Triconsult und des GEWINN ihre Regierung der besten Köpfe gewählt. Und der Auftrag an Viktor Klima ist klar: große Koalition mit neuen Leuten und grüner Beteiligung. Unbestritten in ihrer derzeitigen Funktion sind Innenminister Schlögl (als einziger Gegenkandidat wurde übrigens Jörg Haider gewählt) sowie Finanzminister Edlinger. Ebenfalls fest im Sattel sitzen Landwirtschaftsminister Molterer, Sozialministerin Eleonora Hostasch und Außenminister Schüssel. Neu hinzu kommen sollen laut Meinung der Manager der neu designierte WK-Präsident Christoph Leitl sowie der Grüne Alexander van der Bellen. Leitl soll das Wirtschaftsressort vom derzeitigen Minister Farnleitner übernehmen, van der Bellen soll sich um das Ressort Wissenschaft/Verkehr kümmern.

TÜV-Geschäftsführer Hugo Eberhardt über mangelnde Produktüberwachung in Österreich:

"Zuviel Mist auf dem Markt"

"Es kommt leider viel Mist auf den Markt. Die Marktüberwachung funktioniert nicht, da offensichtlich von den Verantwortlichen vergessen wurde, daß dies Geld kostet", warnt der Geschäftsführer des TÜV-Österreich DI Dr. Hugo Eberhardt in einem Interview im GEWINN. Anlass war eine Studie aus Bayern, bei der von mehr als 12.000 überprüften Produkten trotz CE-Zeichen ("ist kein Gütesiegel") über 3.600 Waren Mängel aufwiesen. Eberhardt kritisiert, dass der Ruf nach mehr Kontrolle zwar nach einem Unglück immer laut wird, besonders von Politikern, "de facto der Zug aber in die andere Richtung fährt. In jene der weiteren Liberalisierung des freien Warenverkehrs. In Österreich, aber auch in Europa ist der Wille zur funktionierenden Marktüberwachung nicht vorhanden. Und die EU ist wie meine Großmutter: zahnlos." Eberhardt befürchtet auch ein Ansteigen von Unfällen durch mangelhafte Produkte. "Es liegen sicher einige Bomben herum. Denken Sie nur an die vielen einfachen Druckbehälter, die zu Zigtausenden auf dem Markt sind. Ich fürchte, daß noch viel passieren wird, bevor hier von den Verantwortlichen reagiert wird." Und fügt hinzu: "Der TÜV ist ja auch vor 127 Jahren gegründet worden, weil es statistisch 1,4 Tote pro Tag durch Kesselexplosionen gab."

Neuer WK-Chef Christoph Leitl:

"Keine Angst vor der Ostöffnung"

"In den letzten zehn Jahren hat uns die Ostöffnung 30.000 neue Arbeitsplätze gebracht", zitiert der GEWINN den neuen Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich Christoph Leitl. In den letzten zehn Jahren sei der österreichische Außenhandelsüberschuss mit den Ländern Osteuropas von sieben auf 37 Milliarden Schilling gestiegen, was laut Leitl besagte 30.000 neue Arbeitsplätze brachte. Leitl: "Nehmen Sie das Mühlviertel als Grenzregion her. Dort ist die Zahl der Betriebe in den letzten zehn Jahren um 33 Prozent gestiegen, die Zahl der Beschäftigten um 17 Prozent. Die Zahl der Ausbildungsplätze hat zugenommen, und erstmals gibt es auch keine Abwanderung mehr. Vor so einer Entwicklung fürchten wir uns? Das ist für mich nicht nachvollziehbar."

Das Wlaschek-Monopoly geht unbeirrt weiter:

Wlaschek kauft der Donau-Versicherung zwölf Häuser ab

Kein Monat ohne Karl-Wlaschek-Immobiliendeal. Der heimische Immobilientycoon erwarb zwölf Häuser, die im Besitz der Donau-Versicherung standen. Über den gesamten Kaufpreis wurde zwar Stillschweigen bewahrt, wie GEWINN jedoch berichtet, waren Wlaschek vier Wiener Häuser (3. Bezirk, Bechardgasse 17 und Sechskrügelgasse 8; 5. Bezirk, Margaretenstraße 82; 7. Bezirk, Apollogasse 26) allein insgesamt 107 Millionen Schilling wert.

Europa steht ein Jahr der steigenden Aktienkurse bevor

"Jahr 2000 bringt Traumszenario für Aktien"

"Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir die Jahreshöchststände vor dem Sommer sehen werden", blickt Börsenexperte Dr. Erich Pitak, Vorstandsmitglied der Anglo Irish Bank (Austria), sehr zuversichtlich in die Zukunft. In einem Interview mit dem GEWINN erwartet er sich sogar, dass die europäische und japanische Börse im Jahr 2000 stärker zulegen wird als der amerikanische Aktienmarkt. "Das europäische Wirtschaftswachstum dürfte nahezu inflationsfrei anziehen, da noch genügend freie Kapazitäten vorhanden sind. Ein Traumszenario für Aktien. Zudem spricht auch die Bewertung für Europa."

Britische Secondhand-Versicherungen als

Zehn-Prozent-Ertragshit:

Florierender Markt für Secondhand-Polizzen

Während man beim Ausstieg aus einer heimischen Lebensversicherung kaum mehr zurückbekommt als man eingezahlt hat, liegt die Verzinsung bei britischen Lebensversicherungen um einiges höher (bei zehn Prozent). Wie GEWINN berichtet, führen drei österreichische Vermögensberater britische Lebensversicherungen. In der Praxis gibt es drei verschiedene Varianten, wie man von einer gebrauchten britischen Lebensversicherung profitiert. Beim Basismodell erwirbt man die Rechte an der Lebensversicherung eines Briten, also den Anspruch auf das Kapital am Ende der Laufzeit, wird aber nicht Versicherungsnehmer. Zu Laufzeitende erhält man den gesamten Auszahlungsbetrag. Makaber, aber lukrativ: Stirbt der Brite während der Laufzeit, endet der Vertrag vorzeitig, was den Ertrag für den Käufer erhöht.

Trotz Zinserhöhung:

Kredite noch immer unter fünf Prozent!

Die Kreditzinsen haben zwar in den letzten Wochen des vergangenen Jahres stark angezogen, dennoch sind immer noch Privatkredite und Hypothekardarlehen um weniger als fünf Prozent zu ergattern. Wie GEWINN berichtet, bieten beispielsweise die P.S.K. und die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich bei variabel verzinsten Krediten immer noch 4,5 Prozent. Bei dreijährig gebundenen Hypothekardarlehen bleiben die aggressiven Oberösterreicher bei 4,5 Prozent, und die Oberbank bestätigt mit 4,75 Prozent, dass es mitten in Österreich derzeit die besten Kreditkonditionen gibt. Der Großteil der Banken hat sich hingegen auf folgendem Niveau eingependelt: ? variabel verzinst: 5,25 Prozent ? drei Jahre gebunden: 5,25 bis 5,75 Prozent ? fünf Jahre gebunden: 5,75 bis 6,25 Prozent Wohnkredite kosten meist ab fünf, Privatkredite ab sechs Prozent.

IT-Branche bezahlt um 20 Prozent mehr:

15.000 neue IT-Jobs in den nächsten drei Jahren

Telekom, Internet, E-Commerce gelten zurzeit als Jobmaschinen. Rund 15.000 neue Jobs werden laut einem GEWINN-Bericht in den nächsten drei Jahren neu geschaffen. Aufgrund des Mangels an ausgebildeten Mitarbeitern werden bereits jetzt Spitzengagen gezahlt. Im Schnitt um 20 Prozent mehr als in anderen Branchen. So kommt ein Programmierer durchschnittlich auf knapp 590.000 Schilling, ein Datenanalyst auf 675.000 Schilling. Herausstechend dabei: Das Durchschnittsalter der Bosse in der IT-Branche liegt bei 35 Jahren, die Durchschnittsgage bei 1,25 Millionen Schilling im Jahr. Soviel verdienen nur noch rund 50.000 andere Österreicher. In derartige Gagenhöhen kommen in anderen Branchen gerade noch 45jährige Alleingeschäftsführer. Selbst IT-Techniker mit zwei Jahren Erfahrung kommen locker auf über eine Million Schilling. Ein Gehalt, für das ein Kommerzkundenbetreuer oder der Fondsmanager einer Bank schon sieben Jahre Berufserfahrung mitbringen muss. Stock Options kommen in Mode Immer mehr in Mode kommen Stock-Options-Modelle. Im Ausland bereits gang und gäbe, ziehen nun auch heimische Unternehmen nach. Beispiele dafür sind der Personalberater Korn/Ferry, die Internet-Firma Y-Line, Radex-Heraklith etc. Der Mitarbeiter bekommt dabei Aktienoptionen, die er nach einer bestimmten Sperrfrist (meist zwei Jahre) einlösen kann. Was besonders lukrativ, aber auch risikoreich bei jungen Start-ups im Bereich Telekom oder Internet ist. Der Vorteil für die Firma und die Aktionäre: Dieser Bonus belastet die Bilanz nicht.

Weil kein Testament gemacht wurde:

Der Staat erbt jährlich 90 Millionen Schilling!

Unglaublich, aber wahr. Laut einem GEWINN-Bericht erbt der österreichische Staat Jahr für Jahr 90 Millionen Schilling. In all jenen Fällen, wo kein Testament errichtet wurde und wo auch kein gesetzlicher Erbe vorhanden ist. Dies kann nicht passieren, wenn man ein Testament macht (z. B. ab ca. 2.000 Schilling bei einem Notar). Dieses muss vom Notar in das Österreichische Testamentsregister eingetragen werden, wodurch es garantiert rechtswirksam ist.

Mit bis zu vier Mbit/s ins Web:

Internet per Funk oder Satellit

Was in Deutschland bereits Realität ist, soll laut einem Bericht im GEWINN noch innerhalb des ersten Quartals 2000 auch in Österreich angeboten werden: Ein Internet-Zugang via Satellit, der einen Download von Daten mit bis zu vier Mbit/s ermöglicht. Damit wird die Geschwindigkeit von ADSL, dem neuesten Produkt der Telekom Austria, deutlich überboten. Allerdings ist die Satellitenvariante in erster Linie für Firmen bzw. für Standorte gedacht, bei denen der Zugang bisher schwer zugänglich war. Noch wenig bekannt ist die Funkvariante. Mittels eines Funknetzes bieten z. B. der Börsenneuling CyberTron, aber auch die Firma SilverServer die Möglichkeit, sich beispielsweise innerhalb von Wien von überall aus in das Netz einzuloggen. Ein Notebook und ein Funkmodem genügen dazu. Die Funkvarianten werden ab zwei Mbit/s aufwärts angeboten, die Kosten liegen z. B. bei SilverServer bei einmaligen 11.000 Schilling sowie monatlich ab 900 Schilling.

Neu im Internet: Immobiliendatenbank und Autogalerie

Mehr als 5.000 Wohnungen im Web

Das Wirtschaftsmagazin GEWINN bietet ab 10. Jänner im Online-Angebot (www.gewinn.co.at) im Internet eine Immobiliendatenbank an, in der sich mehr als 5.000 Wohnungen befinden. Gesucht werden kann nach Lage, Preis und Größe, das Ergebnis beinhaltet auch Ausstattungsdetails wie Balkon, Kinderspielplatz etc. Die Abfrage ist kostenlos, außerdem kann jeder private Wohnungsverkäufer seine Wohnung gratis für einen Monat annoncieren. Da auch die Immobilienmakler, Bauträger und andere gewerbliche Immobilienmakler ebenfalls die kostenlose Möglichkeit haben, ihr Angebot zu präsentieren, rechnet der GEWINN mit einem stark ansteigenden und stets aktuellen Wohnungsangebot im Internet. Ebenfalls neu im Online-Angebot des GEWINN: eine Autogalerie, in der jeder in Österreich neu erschienene Pkw (sämtliche Marken) mit Foto, Preis und allen wichtigen Ausstattungsdaten abrufbar ist.

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