Presse-Kommentar: "Umsturz in Peking", (von Adreas Schwarz) Ausgabe vom 4. 1. 2000

Wien (ots) - Achtzig Millionen Chinesen schätzen die Falungong als Meditationsbewegung, wie es Dutzende ihrer Art in Asien gibt; für die chinesische Führung ist die Gruppierung bloß eine Sekte und ihr Ziel der Umsturz in China. Dieser Vorwurf gründet sich wohl einzig auf die in Peking angenommene Automatik, daß, wer an noch etwas anderes als an den Kommunismus glaubt, per se ein subversives Element ist. Und unter diesem Titel wird seit Wochen munter verhaftet, werden Falungong- Aktivisten zu bis zu 15 Jahren Haft verurteilt, ein paar Mitglieder einer Demokratischen Partei sind auch gleich dabei _ und wo bleibt der internationale Aufschrei dagegen? Kommt keiner, denn mit China muß man sich doch arrangieren; wenn man's nicht tut, schadet es den wichtigen Beziehungen, und den politischen Gefangenen hilft's auch nicht, nicht wahr? Eine Logik, die die Menschenverachter in Peking in jahrelanger Erziehungsarbeit im Westen durchgesetzt haben.

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