KfV-Kommentar zur Unfallbilanz 1999

Mit dem Punkteführerschein ins neue Jahrtausend

Wien (OTS) - Die verheerende Unfallbilanz ist ein Signal:
Umfassende und vernetzte Maßnahmenpakete müssen den Verkehr in Zukunft regeln. Der Punkteführerschein ist ein Schritt für eine gesicherte Mobilität Mit vorläufig 1069 Verkehrstoten - die Zahl kann sich aufgrund der 30-Tage-Zählfrist noch erhöhen - ist 1999 die Zahl der Getöteten im Vergleich zum Vorjahr um 106 Opfer angestiegen. (1998: 963 Getötete).

Verkehrssicherheit 2000

Wir sollten die Unfallzahlen zum Anlaß nehmen, Maßnahmen für die Verkehrssicherheit im neuen Jahr mit neuem Elan anzupacken, so KfV-Geschäftsführer Dr. Othmar Thann. Das KfV hat federführend mit dem Österreichischen Verkehrssicherheitsrat bereits einen umfassenden Maßnahmenkatalog erarbeitet. An oberster Stelle rangiert die Einführung des Punkteführerscheins. Der internationale Erfolg des Punkteführerscheins spricht für diese Sicherheitsreserve.

Der Unfallverursacher Nummer eins - nicht angepaßte Geschwindigkeit - wird zum Schwerpunkt der KfV-Sicherheitsarbeit im Jahr 2000. "Wenn es um die Mobilität geht, kommt es nicht auf die paar Sekunden an, die man vielleicht durch hohe Geschwindigkeit oder rücksichtsloses Überholen einspart," sagt Dr. Othmar Thann. Der Punkteführerschein wirkt als Maßnahme, um Raser und Rowdies zu bremsen.

Weiteres "Sorgenkind" der Verkehrssicherheit sind die Berufsfahrer, hier wird sich das KfV offensiv im kommenden Jahr einbringen. "Sicherheit muß als Wirtschaftsfaktor wahrgenommen werden", so Dr. Othmar Thann, dann können gemeinsam Lösungen in Angriff genommen werden."

Mobilität 2000
Das neue Jahrtausend steht unter dem Zeichen wachsender Mobilität. Drei von vier Europäern, die heute noch nicht mit dem Auto fahren, werden im Jahr 2050 sehr wohl mit dem Pkw unterwegs sein. Dieses Szenario wird von den Wissenschaftern bereits als Abflachung des Mobilitätsanstiegs bewertet, da der Individualverkehr in Europa bereits ein sehr hohes Niveau erreicht hat.

Die wahre Explosion wird im Güterverkehr vermutet, die Steigungsrate soll hier bei 175% liegen. Dieser Dynamik muß heute schon mit vorausschauender Verkehrssicherheitsarbeit begegnet werden.

"Der Verkehr der Zukunft braucht integrative und länderübergreifende Maßnahmen?" so Dr. Othmar Thann, "darin liegt die Herausforderung für die kommende Regierung."

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